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Flo in Colombia 2003

ein Jahr danach (14. Juli 2004)


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Inhalt

ein Jahr danach
Internationalität
Pro & Kontra
Fazit

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ein Jahr danach

Mehr oder weniger zufällig bin ich vor ein paar Tagen auf die Idee gekommen, mal meinen jetzigen Standpunkt zum Kolumbien-Abenteuer nochmals zu formulieren. Beim Blick auf den Kalender habe ich dann gemerkt, dass ich genau heute vor einem Jahr aus Kolumbien zurück gekommen bin.
Eigentlich fühle ich mich immernoch so ein bisschen als Kolumbianer. Vorgestern war ich z.B. in einem Restaurant und dort haben sie Musik aus Lateinamerika gespielt, einige der Lieder habe ich auch gekannt. Mir ist gleich ganz warm ums Herz geworden und ich hatte schon ein gewisses Bedürfnis aufzuspringen und zu tanzen oder zumindest mitzusingen.

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Internationalität

In Puncto Internationalität hat sich in meinem Leben ziemlich viel geändert würde ich sagen. Ich habe noch Kontakt zu ein drei der anderen Praktikanten, die ich in Kolumbien kennengelernt habe: Tristan in China, Jean Louis in Kamerun und Ernesta in Litauen. Außerdem gibt es einen regelmäßigen eMail-Fluss von und nach Kolumbien. Zwei Kolumbianer, die gerade ein Praktikum in Europa machen, habe ich schon besucht (Mannheim und Bratislava).
Naja, und überall, wo ein spanisches Wort fällt, bin ich natürlich nicht weit. :-)
Allerdings muss ich leider gestehen, dass mein Spanisch schon mal deutlich besser war und ich inzwischen manchmal schon richtig peinliche Fehler mache, wie z.B. 'libre' (frei) und 'libro' (Buch) zu verwechseln.

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Pro & Kontra

Wenn mich heute jemand fragt, was denn so toll in Kolumbien war und was ich dort so gelernt habe ...
- Das schönste für mich dort, waren die Menschen. Mag man sich auch über jede neue Pflanze und jedes interessante Essen freuen, letztendlich sind das nur kleine Dinge verglichen mit der Freude, die es macht sich mit anderen Menschen und deren Ideen auseinander zu setzen. Was jetzt besonders für Kolumbien spricht, ist die Warmherzigkeit und Lebensfreude.
- Apropos Lebensfreude: Es ist schon unglaublich, dass die Leute hier in Deutschland ziemlich viel jammern das alles so schlimm sei, obwohl sie eigentlich keine richtigen Probleme haben. Die Kolumbianer hingegen, haben (verglichen mit Deutschland) riesige Probleme und sind meistens froh und glücklich, nett und ausgelassen.
- Dort gelernt habe ich, dass sich schon irgendwie alles zum Guten wenden wird. Daraus resultieren mehrere weitere Dinge:
Man kann einfach so spontan irgendwas unternehmen und es läuft dann schon irgendwie auf ein schönes Erlebnis hinaus. Wenn man sich nichts zu genau vornimmt, kann man auch nicht enttäuscht werden ;-)
Trifft ein Ereignis nicht wie geplant ein (z.B. Bus fällt aus) so ist das eine super Gelegenheit, bei einem kleinen Spaziergang über irgendwelche verrückten Ideen nachzudenken.
- Beeindruckend finde ich auch die Aktivität der Kolumbianer bei der Firmengründung. Hier in Deutschland kenne ich einen Studenten, der eine eigene Firma hat. In Kolumbien kenne ich vier. Die Bereitschaft einfach mal was in die Hand zu nehmen ist dort also offenbar höher.

Natürlich ist Kolumbien nicht das Land wo Milch und Honig fließen und natürlich habe ich die positiven Punkte von oben nicht alle komplett mir zu eigen gemacht. Aber dahin soll die Reise gehen.
Was mir so an negativen Punkten über Kolumbien bzw. meinen Auslandsaufenthalt noch so einfällt:
- wenig sportliche Betätigung in Kolumbien (kein Bergsteigen, Rad fahren, ...)
- eintönige Architektur, was zum Teil auch daran liegt, dass es eben keine wirklich alten Häuser gibt.
- Manchmal werde ich etwas melancholisch wenn ich an Kolumbien denke. Irgendwie schlägt ein Teil meines Herzens noch immer für Kolumbien. (Naja, das ist jetzt eigentlich nichts Negatives.)

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Fazit

Ich bereue immer noch nicht, ein Auslandspraktikum in Kolumbien gemacht zu haben. Zwei meiner Freunde werden im nächsten Monat ebenfalls nach Kolumbien aufbrechen um eine Auslandspraktikum dort zu machen. Ich freue mich natürlich riesig für sie und hoffe, dass sie auch so viel Spaß und Glück haben werden, wie ich hatte.

Chao!

Flo




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