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Welcome to the United States of America!

Das Fotoalbum zu Brigitte + Flo's Reise durch den Westen der USA im Sommer 2001.


Bei den Bildern ist als title-Attribut eine Erklärung hinterlegt. Die meisten Browser zeigen diese an, wenn man die Maus einige Sekunden still über dem Bild hält.
Außerdem kann eine größere Version des Bildes durch einfaches Klicken angezeigt werden. (Funktioniert nicht, da nicht ausreichend Speicherplatz verfügbar ist.)
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Inhalt

Vorspann
San Francisco
am Pazifik entlang nach Norden
Redwoods
quer durch Oregon und Idaho
Craters of the Moon
Yellowstone
südwärts via Salt Lake City
Timpanogos Cave
Arches
Anasazi und Navajo
Arizona
Grand Canyon
Bryce Canyon
Zion Canyon
Las Vegas
Leben in der Wüste
Sequoia und Yosemite
San Francisco Bay Area

Fazit
Finanzen und die genaue Route

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Vorspann

Die Ausgangssituation:
Meine Freundin Brigitte hat relativ kurzfristig eine Stelle in einem Sommer-Camp in Chicago bekommen. Also haben wir uns gedacht - die Gelegenheit lassen wir uns nicht entgehen! Da hängen wir noch einen USA-Urlaub dran!
Daher ich erst am 27. Juli fliegen konnte (musste vorher noch studieren), die Brigitte aber bereits am 22. in Chicago fertig war, hatte sie also genügend Zeit nach San Francisco zu fliegen, sich schon mal umzusehen und mich dann am Flughafen abzuholen.
Hinflug:
Um 17:30 Uhr geht's für mich in München los. Ich sitze also in der Wartehalle und schaue mir das Treiben um mein Flugzeug an und huch die Sprechanlage sagt ja meinen Namen! Den netten Herren vom Flughafen hat wohl meine Petroleumlampe im Koffer nicht besonders gut gefallen. Also durfte ich mit einem Sicherheitsmann in den Keller und ihm die Lampe aus dem Koffer holen. Nachdem er daran rumgeschnuppert hat und absolut nichts riechen konnte gab er mir noch den Rat, dass die Lampe beim Rückflug ebenfalls nicht zu riechen hat. Dann darf ich wieder gehen.
Planmäßig fliege ich dann nach London. Auf dem Weg durch den gesamten Flughafen von meinem Ankunftsgate zu meinem Abfluggate fragt mich eine nette Dame von der Sicherheit, was ich den so in meinem Koffer habe. Nachdem ich mit ihren englischen Fachwörtern für "chemische Kampfstoffe" usw. nichts anfangen kann gibt sie mir ein Bild mit lauter unerlaubten Dingen darauf. Eine leere Petroleumlampe ist zum Glück nicht dabei. Aber Messer, davon habe ich jede Menge dabei. Aber nur Küchenmesser ... dann ist alles okay und ich darf weiter nach dem Abfluggate suchen.
Als ich in London abhebe ist es gerade dunkel geworden. Daher wir uns während des Fluges etwas nach Norden bewegen geht die Sonne aber hinter Schottland wieder ein bisschen auf (dort geht sie ja später unter). Und so erlebe ich von Schottland bis Kanada den wohl längsten Sonnenuntergang meines Lebens mit über 6 Stunden.
Zum Essen stand nach dem Hünchensandwich von München nach London nun eine Hühnerbrust auf dem Speiseplan. Als Nachspeise gab es einen Brownie! Eine meiner Lieblingssüßigkeiten, von denen ich in den USA eigentlich ausschließlich leben wollte (oder so). Kurz vor Chicago hatte ich dann das zweifelhafte Vergnügen eine Spezialität der Stadt zu genießen ekelig-ölig-triefende Salamipizza mit mampfigem Teig. Und als Nachspeise gab es nicht mal einen Brownie um den Geschmack aus dem Mund zu bekommen.
In Chicago angekommen durfte ich von Mitternacht bis morgens um 9:00 Uhr warten. Daher jegliche Gastronomie schon geschlossen hatte schaute ich Fernsehen oder beobachtete die Putzkolonnen bei ihrer Arbeit. Äußerst spannend. Leider war dies die einzige Verbindung von München nach San Francisco, die am 27. Juli los ging und noch frei war. (So ein Sommerferienbeginn ist schon was Schlimmes.)
Die American Airlines (die größte Airline der Welt) mit denen ich flog haben in Chicago übrigens ein eigenes Terminal, dass größer als der gesamte Münchener Flughafen ist.
Bestens informiert, dank der nächtlichen CNN-Session (in Las Vegas wird es heute 104°F in San Francisco 82°F -> der Wetterbericht kam jede halbe Stunde und ist mir noch sehr gut in Erinnerung), ging es dann in den Flieger und dank Rushhour gab es außer einem Flug nach San Francisco noch eine eineinhalbstündige Rundfahrt über den Flughafen dazu. Das mit dem Flugzeug über den Flughafen im Stop-And-Go rumzufahren heißt übrigens "taxi" (-> Rückschluss auf das Vorwärtskommen in der Innenstadt?). Der Pilot versprach uns dann aber, wenn wir irgendwann doch mal abheben sollten, dass der Flug, wegen starkem Rückenwind, deutlich kürzer dauern würde als normal und wir so nur eine kurze Verspätung zu erwarten haben.
Und kaum war ich in San Francisco aus dem Flugzeug raus, sprang mir schon meine Freundin in die Arme! Schmatz, schmatz! Meine Odyssee um die halbe Welt war nach 24 Stunden nun vorbei. Oder ging sie jetzt erst richtig los?
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San Francisco

Nachdem wir nach längerer Busfahrt in der Jugendherberge (geleitet von einem Ex-Deutschen) meine Koffer und Taschen abgeladen hatten fuhren wir sofort nach Downtown und ich machte den Rest des Tages einen San-Francisco-Schnell-Trip geführt von meinem wunderbaren Guide Brigitte, die schon alle Ecken kannte.
In der Hauptstraße der Chinatown (hinter dem offiziellen Eingangstor) war nicht mehr viel China- sondern eher mehr Koffer- und Ramschtown. Also sind wir bei der nächsten Ecke in eine Parallelstraße abgezweigt und dort schnappten wir dann auch prompt fast kein englisches Wort mehr auf und die Dinge in den Geschäften kann man als höchst eigenartig bezeichnen. Folglich haben wir etwas, was wie Rosinensemmeln aussah, einen unaussprechlichen Namen hatte und nach Krapfen mit Bohnenfüllung schmecke zu Mittag gegessen.
Auf dem Super-Schnelltrip habe ich zwar fast alles gesehen, aber das meiste nur von weitem. So habe ich die Lombardstreet nicht wie auf dem Photo sondern von etwa 1 Kilometer weiter weg gesehen. Daher die Straßen jedoch absolut gerade sind - gar kein Problem. Außerdem habe ich die Straße gesehen, wo es zur Lombardstreet hinaufgeht. Die Leute stehen den ganzen Berg hinauf Schlange um diese Straße hinunter zu fahren. Unglaublich. Bei den Amerikanern scheint es eine besondere Beziehung zu ihren Autos zu geben, es ist so etwas wie ein Hund in Deutschland und gehört zur Familie. So finden die Amerikaner alles toll, was man mit dem Auto machen kann. (An meinem ersten Tag in den USA hatte ich diese Einsicht freilich noch nicht, habe also bei der Lombardstreet nur den Kopf geschüttelt.)
Am Pier 39 haben wir uns wie alle anderen Touristen die Seelöwen angesehen, die dort wohnen. Na ja, die werden halt gefüttert, damit die Touristen auch immer schön zu Besuch kommen, haben wir uns gedacht. Aber wie wir einem Schild entnehmen konnten sind die Seelöwen von alleine hierher gekommen und werden nicht gefüttert, sondern ernähren sich von den vielen Fischen, die es an der Pazifikmündung gibt. Gleich um die Ecke gab es jedoch was viel interessanteres: Eine schwimmende Insel, wie bei Jim Knopf. Zwar ohne Eisenbahn, dafür aber mit kleinem Restaurant und Außenborder. Leider haben wir davon kein Photo gemacht, aber hätten wir alles Tolle photographiert, hätte ich mir die Kamera gleich vor Augen schnallen können. Außerdem haben wir noch einen Blick (für die Brigitte war es schon mindestens der 100ste Blick) auf Alcatraz geworfen. Karten für die Überfahrt hätte man schon eine Woche vorher kaufen müssen! Tja.
Am Alamo Square stehen angeblich die schönsten Häuser von San Francisco. Und so ist die Brigitte los gezogen und hat sie sich angesehen. Später hat ihr jedoch jemand erzählt, dass sie eigentlich die "falschen" Häuser photographiert hat. Die eigentlich schönsten Häuser stehen nämlich beim Photo gerade hinter ihr. Sie fand die anderen aber schöner.
Die Stadt besteht übrigens (wie alle anderen Städte die wir besucht haben auch) fast ausschließlich aus 2 bis 3 stockigen Holzhäusern. In Downtown sind die Häuser dafür umso höher.
In San Francisco gibt es neben den CableCars (die wir uns wegen unendlichen Wartezeiten nur von außen angesehen haben) noch fast alle Nahverkehrsmittel, die man sich so denken kann. Es gibt Busse mit Diesel und mit Oberleitung von jeweils verschiedenen Unternehmen, Straßenbahnen verschiedenen Alters und die einzige U-Bahn westlich des Mississippi. Allerdings ist die U-Bahn eher so etwas wie ein Städteverbinder, denn sie hat in der Stadt San Francisco nur 2 Trassen, mit etwa 10 Haltestellen und durchkreuzt dafür die halbe Bay Area.
Mache dir die Erde Untertan!
Das dachten sich vermutlich die Städteplaner und legten ohne Rücksicht auf Hügel und Steigungen ihr Schachbrettmuster über die Landschaft. Wie das Bild zeigt, braucht man folglich auch in der Innenstadt einen Geländewagen mit ausreichender Bodenfreiheit. Da Querstraßen immer exakt eben sind und die Längsstraßen einfach gerade den Hügel hinaufführen gibt es an jeder Kreuzung die Buckel, an denen man in heißen Verfolgungsjagden in Gangsterfilmen so toll springen kann.
Falls wir von unserer Rundfahrt doch früher zurück sein sollten, als erwartet, werden wir die restliche Zeit noch mit einem genaueren Besuch von San Francisco verbringen. Fürs erste habe ich also das Hippieviertel nur auf diesem Photo gesehen.
Das rechte Bild zeigt Papageien in einem Baum nahe der Lombardstreet mitten in San Francisco.
Eine Frau Coit war ein großer San-Francisco-Fan und hat der Stadt deshalb ihr üppiges Erbe vermacht. Von dem Geld wurde dann der Coit-Tower gebaut. Damals (laut Reiseführer) ein Schandpfahl für die Stadt und super hässlich. Inzwischen haben sich die Einwohner wohl daran gewöhnt und waren auch mal oben um den schönen Ausblick zu genießen.
Das rechte Bild zeigt ein schönes Haus in der Lombardstreet.
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am Pazifik entlang nach Norden

Am nächsten Tag wollten wir (laut Plan) um 9 Uhr unseren Mietwagen vom Flughafen abholen. Nachdem wir doch noch frühstücken, auf den Herbergschef warten, das Zimmer bezahlen und 1 Stunde mit dem Bus fahren mussten, konnten wir erst um 12 Uhr unseren Wagen in Empfang nehmen. Daher wir danach gleich zum Nahrungsmittel kaufen fahren wollten, habe ich die supernette Dame (das ist nicht ironisch gemeint) am Schalter gefragt, wo den der nächste Supermarkt ist. Die Frage war aber scheinbar zuviel für sie, sie musste den Chef holen. Der hat dann auch noch mal überlegt mir dann aber einen Supermarkt empfohlen, der auch Campingausrüstung führt. Inzwischen kam die Brigitte angelaufen (sie hatte bis dahin in einer Ecke auf unser Gepäck aufgepasst) und hat schon das schlimmste vermutet, als sie den Chef kommen sah.
Im Supermarkt gab es dann zwar hauptsächlich Kleidung aber dafür war die Campingabteilung gut. Außerdem haben wir noch den obligatorischen Rand-McNally-Road-Atlas gekauft. Und - Kulturschock Nummer 1 - die Karten zeigen jeweils immer einen Bundesstaat und sind alphabetisch geordnet! Dafür enthalten sie alle staatlichen Campgrounds und man braucht keinen zusätzlichen Führer.
Nach so etwas wie panierten Würstchen direkt im Supermarkt und einem Besuch in einem Nahrungsmittelsupermarkt um die Ecke ging es dann quer durch die Stadt zur Golden Gate Bridge. Erstaunlicherweise hat das trotz Rushhour nur 15 Minuten gedauert. Eigentlich wollten wir an dem Tag (laut Plan) bis zum Redwood NP kommen. Wir waren dann aber glücklich bei Einbruch der Dunkelheit etwa 20 Meilen nördlich von San Francisco einen Campingplatz gefunden zu haben.
Wie auf den Golden Gate Bridge Photos zu sehen, ist bis mittags am Pazifik immer Nebel und es ist relativ kühl (Pullover und Jacke!) ab dann ist es aber traumhaft schön.
Bei unserem ersten Pazifik-Strand-Spaziergang entdeckten wir riesige Wasserpflanzen, die eine deutliche Ähnlichkeit mit Schlangen hatten und zuerst waren wir uns gar nicht so sicher ob es nicht doch vielleicht Tiere sind. Kinder haben damit Lasso gespielt und wir haben uns nicht getraut, sie anzufassen.
Die ab mittags malerische Strecke des Highway Number 1 wurde von Häftlingen in die teilweise sehr steil abfallenden Klippen gesprengt. Dadurch ist man meistens in direktem Blickkontakt zum Wasser, jedoch ist die Straße bis Fort Bragg eine einzige Schlängellinie und man kann häufig nur 20 mph fahren.
Unterwegs haben wir einen (wiederaufgebauten) russischen Vorposten besucht. Die Russen sind weit vor den USAlern hier gewesen und haben Holz und Felle an ihre Siedlungen in Alaska exportiert. Aus Rentabilitätsgründen wurde das ganze Areal dann jedoch an die Mexikaner verkauft, welche es ihrerseits später an die USA verkauften. Interessanterweise arbeiteten die Russen in friedlicher Kooperation mit den Indianern. Die Indianer waren also nicht unbedingt so kriegerisch, dass man sie nur ausrotten konnte, wie es durch die Hollywood-Filme häufig dargestellt wird.
Mietwagen: Die einzige Variante einen Wagen in den USA zu mieten und nicht pro Tag einen Aufschlag von ca. 15$ zu zahlen, weil man unter 25 Jahre alt ist, war über Meier's Weltreisen bei Budget rent-a-car. Dort hat dann eine Pickup das Selbe gekostet wie der billigste Kleinwagen. Das war ein großes Glück, denn daher die Ladefläche eine abschließbare Klappe hatte, konnten wir jede Menge Essen, Kochgeschirr usw. mitnehmen und hatten trotzdem nichts gequetscht oder gestapelt. Außerdem blieb die Fahrerkabine somit fast leer und man konnte dem Auto nicht sofort ansehen, dass sich ein Einbruch lohnen würde.
Es handelte sich um einen Ford Ranger XLT (2001 Edition) mit besonders großer Fahrerkabine (SuperCab) und 3 Liter V6 Motor. In Deutschland würde er schon als ziemlicher Straßenkreuzer erscheinen, in den USA ist er noch nicht mal eine normale Pickup. (Bei "normalen" Pickups benötigt man schon mal einen Hocker um in die Ladefläche greifen zu können.) In der großen Kabine hatten außerdem zwei Jump-seats (Notsitze) Platz. Zwischen deren Abdeckung wir nach 2 Wochen dann auch die Bedienungsanleitung und die Funktüröffner fanden.
Die erste Woche war unser Ranger so sauber, dass es immer wie auf einem Werbeplakat aussah, wenn wir in irgendwo abgestellt hatten. Gewöhnungsbedürftig war, dass man aufgrund der Automatik-Schaltung mit Vollgas anfahren muss, wenn man wirklich vom Fleck kommen möchte. Der einzige Wehmutstropfen bestand darin, dass der Ranger nur einen CD-Spieler besaß und wir unsere gesamte Musik extra auf Kassetten überspielt hatten, somit also auf die lokalen Radiosender angewiesen waren. Außerdem hat er beim Einschalten immer 3 Sekunden lang, durch lautes Piepsen begleitet, den Diebstahlschutz geprüft. Dabei erscheint am Display "theft" (= gestohlen) und wir haben bis wir das Handbuch gefunden haben geglaubt er würde uns für Einbrecher halten.
Der angeblich wunderschöne Ort Mendochino ist in Wirklichkeit ein kleines 1000 Einwohner Nest mit 5 Häusern, die etwas hübscher sind als das amerikanische Standardholzhaus. Für uns war die größte Attraktion der Supermarkt.
Aufgrund der kurvigen Straße sind wir auch an diesem Tag noch nicht im Redwood NP angelangt, sondern in Fort Bragg. Ebenfalls wieder auf einem privaten Campingplatz, auf dem diesmal jedoch kaum Touristen, sondern hauptsächlich Einheimische in ihren mobile-homes (= etwa 10 m lange Wohnwägen) wohnten. Die Gebühr betrug 15$, letzte Nacht 20$. Die Hochrechnung auf 4 Wochen ergab, dass es wohl ein wirklich sehr teurer Urlaub werden dürfte.
Nach Ford Bragg wurde die Straße dann ziemlich gerade und wir kamen endlich einmal zügig voran.
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Redwoods

Unsere erste Begegnung mit diesen Riesenbäumen, war als wir zum Tanken die Autobahn verlassen mussten und auf einer Landstraße durch eine Redwood-Grove (= kleines Wäldchen, meistens in einer Mulde im Gelände in der sich die Feuchtigkeit länger hält) kamen. Wir haben sofort angehalten und erst mal Maß genommen (siehe Bilder). Natürlich haben wir dann unsere Mittags-Sandwiches gleich hier in der herrlichen Kulisse verzehrt.
Das amerikanische Toastbrot scheint übrigens zu einem Großteil aus Geschmacksneutralisator zu bestehen. Denn selbst von einer 1 cm dicken Erdnussbutter schicht ist nicht viel Geschmack übrig geblieben, so dass ich nur durch das Knacken der Nussstückchen daran erinnert wurde, dass ich Brot mit Aufstrich esse.
Das besondere am Redwood NP ist dass hier ganze Wälder an Redwoods stehen (wie früher weite Teile der Küste entlang) und die hier stehenden Redwoods noch nicht abgeholzt wurden (Primärwald). Wie in fast allen Parks haben wir uns in einem Self-Guiding-Trail weitergebildet. Dabei handelt es sich um einen leichten Wanderweg, der an allen Besonderheiten vorbeiführt, die jeweils auf einem sehr guten Hinweisschild ausführlich erklärt sind.
Übernachtet haben wir dann auf einem Indianer-Campground dessen Besitzer unauffindbar waren. Von den anderen Campern haben wir uns den Schlüssel für das Waschhaus ausgeliehen und nachdem die Frösche vertrieben waren uns eine heiße Dusche gegönnt. Die anderen Camper waren aus dem Landesinneren vor der Hitze geflohen und verbringen den Sommer hier mit angeln. Irgendwann kamen dann doch noch mal die Besitzer vorbei haben, jedoch kein Geld gewollt, sondern gefragt, ob wir zufällig ein Starterkabel dabeihaben.
Als wir am nächsten Morgen fahren wollten war in dem Mini-Bezahlhäuschen dann doch jemand und wir haben uns trotzdem über den geringen Preis von 8$ gefreut. Die Freude war dann aber schnell verflogen, als wir als Wechselgeld 2 Rollen mit 1 Cent-Stücken bekommen haben.
Redwoods: Die Redwoods werden bis zu 112 Meter hoch und sind damit die höchsten Bäume der Welt. Bei ausgewachsenen Bäumen beginnen die Äste in etwa 50 Metern Höhe. Ihre 30 cm dicke Rinde ist nicht brennbar und enthält giftige Stoffe, die Insekten fernhalten. So kann ihnen z.B. auch ein Waldbrand eigentlich nichts anhaben und sie nutzen ihn sogar. Denn daher bei einem Feuer alle kleineren Pflanzen verbrennen ist danach wieder freier Platz am Boden und so werfen die Redwoods ihre Samen genau dann ab. Daher sich ihre flachen Wurzeln mit denen der Nachbarbäume verknoten, können sie auch Stürmen widerstehen und somit bis zu 2000 Jahre alt werden.
Ist ihre Rinde jedoch beschädigt (z. B. weil ein anderer Baum sie beim Umfallen abgeschabt hat) brennt der Baum von innen aus und es bleibt nur noch die unbrennbare Rinde stehen. Das sind dann 50 Meter hohe Röhren (werden Chimney = Kamin genannt), in die man auch hineingehen und zum Himmel hinausschauen kann. Manchmal wächst auch dort oben auf dem Chimney wieder ein neuer Baum. Redwoods sind Nadelbäume.
Bevor wir den Park verlassen konnten mussten wir unbedingt noch eine längere Wanderung durch diesen sonderbaren Wald unternehmen und ich war von jeder Ecke begeistert. Man kommt sich teilweise wie in einer riesigen Kathedrale vor: Das Sonnenlicht kommt nur gedämpft am Boden an. Es stehen riesige Säulen mitten in der Landschaft. Dazu noch die Farne am Boden. Traumhaft.
Unsere etwas unnormale Streckenführung (von San Francisco erst mal nach Norden) hat sich also gelohnt. Übrigens wurden hier die Szenen des Waldplaneten aus "Starwars - Die Rückkehr der Jediritter" gedreht. Ewoks habe ich jedoch keine gesehen.
Daher wir nun laut Plan schon fast im Yellowstone-Park wären haben wir für den Rest des Urlaubs den Plan Plan sein lassen und haben immer nur ein Ziel für den nächsten Abend anvisiert und immer angehalten, wenn wir was interessant fanden und sind auch so lange geblieben wie wir wollten.
Unser Ford Ranger war wirklich ein tolles Auto und so kam auch folgende Geschichte zustande: Wir mussten kurz nach dem Redwood-Park an einer Baustelle warten, weil der Verkehr immer nur 1-spurig fahren konnte. So nach 5 Minuten kam der Mann aus dem Wagen hinter uns zu mir nach vorne und hat mich gefragt, wo wir das schöne Cover (den Deckel unserer Ladefläche) gekauft haben, er hätte nämlich auch gerne so eines. Leider musste ich passen, es war ja nicht mein Wagen.
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quer durch Oregon und Idaho

Die nächste Station unserer Reise war der Crater Lake NP in Oregon. Ein erloschener Vulkan, der in der Mitte eingestürzt und nun mit dem Wasser von Regen und Schnee gefüllt wird, daher auch das intensive blau. Weil keine Verbindung zu anderen Wassersystemen vorhanden ist, gab es bevor der Mensch kam keine Fische in dem See (inzwischen gibt es 2 eingeführte Sorten). Den Indianern galt der See als heiliger Ort und ihnen war es verboten ihn zu sehen und so sagten sie auch den Weißen Männern nichts davon, so dass diese den See erst ziemlich spät (1853) bei der Suche nach einer verschollenen Goldmine fanden.
Bevor der See Nationalpark wurde, wurde er 17 Jahre lang von William Gladstone Steel bewacht. Einem Jungen aus Kansas, der zufällig in der Zeitung in die sein Pausenbrot eingewickelt war von dem See gelesen hatte. (Ein typisches Beispiel für: "Everybody can become a hero!" im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, sehr romantisch.)
Auf dem riesigen Campground konnte man seinen Nachbarn nicht einmal sehen und man lebte praktisch mitten in der Natur. Jede Campsite verfügt in den ganzen USA über eine Feuerstelle mit Grill und eine Picknick-Garnitur. Außerdem kann man meistens Eis und Feuerholz kaufen. An größeren Campgrounds gibt es (wie in Crater Lake) zusätzlich häufig eine Waschmaschine. Duschen gehören leider nicht so häufig zum Service und kosten auf staatlichen Plätzen immer extra. Für alle Automaten benötigt man Quarter (25-Cent-Stücke), die man unbedingt sammeln muss und nicht einfach im Supermarkt ausgeben darf!
Wizard Island ist ein kleiner Vulkan, der entstanden ist, nachdem der ursprüngliche Vulkan zusammengebrochen ist. Es gibt in dem See noch weitere kleinere Vulkane, die jedoch nicht bis zur Wasseroberfläche reichen.
Außerdem haben wir hier den "National Parks Pass" gekauft, mit dem man ein Jahr lang alle NPs der USA besuchen kann, für nur 50$ (der Einzeleintritt kostet in den meisten Parks schon 20$, also lohnt sich der Pass schon ab 3 Parkbesuchen!). Verblüffenderweise konnte man nicht mit Visa zahlen, so dass wir unsere letzten Bargeldreserven zusammensuchen mussten.
Jetzt haben wir endgültig den gemäßigt temperierten Küstenstreifen verlassen und es hat bei strahlendem Sonnenschein 35 °C. Unterwegs besichtigen wir einen Lavatunnel, in dem es trotz Pullover und langer Hose noch ziemlich kühl ist.
Wenn ein Lavastrom (z.B. aus einem Vulkan) lange Zeit fließt, wird seine obere Decke kalt und erhärtet. Darunter fließt die Lava jedoch weiter und wenn die Menge abnimmt, bleibt die erhärtete Decke stehen und es bildet sich ein Hohlraum. 4 Meilen am Stück eines solchen Tunnels sind hier begehbar und damit ist es natürlich der längste Lavatunnel der Welt. Am Eingang ist die Decke eingestürzt und er hat einen Durchmesser von ca. 10 Metern. Zum Ende hin ist er immer mehr mit Sand vollgefüllt und wird dadurch immer enger. 2 Amerikaner haben einen Sommer lang 130 Meter weitergegraben, sind jedoch nicht auf ein Ende gestoßen.
Wir sind natürlich bis zum Ende gekrabbelt und nicht wie die meisten anderen vorher umgekehrt. Beim rausgehen sind uns Kinder entgegen gekommen, denen wir dann erzählt haben, am Ende würde ein verborgener Schatz zu finden sein, worauf sie gleich losgestürmt sind. Eigentlich wäre so eine Schatztruhe mit kleiner Schokotalerbelohnung am Ende echt eine lustige Idee gewesen.
Ab jetzt ging es bis zum Craters of the Moon NM immer gerade aus von West nach Ost, so dass die Brigitte auf dem Beifahrersitz fast geschmolzen ist und mich gebeten hat, ob sie nicht auch mal endlich fahren und im Schatten sitzen darf.
Ach ja, übernachtet haben wir zwischendrin auch noch mal auf einem typischen National Forest Campground. Fast der gesamte Wald ist hier irgendein National Forest und dort gibt es zur Naherholung Campgrounds, die meist ihre Hochsaison beim sonntäglichen Barbeque haben. Dort haben wir auch einen Typen angetroffen, der mit Handy und Laptop hier aus der Idylle heraus gearbeitet hat. Sonst handelte es sich bei den Gästen hauptsächlich um ältere Paare, die wie auch alle anderen Amerikaner sehr freundlich und hilfsbereit waren und uns z.B. ihr übriges Brennholz schenkten.
Idaho ist der Kartoffelstaat, wie ja auch schon auf dem Nummernschild zu erkennen ist. Sonst hat es aber wohl nicht viel zu bieten, denn die Historical Marker (dass sind Infotafeln am Straßenrand, die eine kleine Geschichte über die Gegend erzählen) handelten hauptsächlich vom Oregon-Trail, der hier durchging.
Manchmal sind die Historical Marker aber auch nicht ganz so interessant, so wurde uns kurz vor dem Craters of the Moon NM erklärt das dort wo das Schild stand, die Gruppe von John durch den Fluss ritt und Billy sich dabei den Arm gebrochen hatte und seit dem die Furt Billy's-Furt genannt wurde. Höchst interessant. Ob die Namen so stimmen weiß ich nicht mehr so genau und Nachnamen hatten die Typen auch noch.
Immer aber lohnt es sich mal auszusteigen und etwas anderes zu tun als nur das Lenkrad gerade zu halten (kuppeln und schalten macht die Automatik, Gas gegeben wird vom Tempomaten).
Oh, und Boise (die Hauptstadt Idahos) ist Sitz von Albertson unserer bevorzugten Supermarktkette. Im Radio lief dann auch passenderweise der Sender Radio Albertson, bei dem statt normaler Werbespots etwa folgendes kam "Leckere Rindersteaks warten für 3.99$ an der Fleischtheke in ihrem Albertson-Store".
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Craters of the Moon

Als Neill Armstrong und seine Kollegen vom Mond zurückgekommen sind, hat man sie gefragt, wo es auf der Erde denn am ehesten so aussieht, wie auf dem Mond. Daraufhin haben sie gemeint, das wäre in diesem Lava- und Vulkangebiet. Daher angeblich der Name des National Monument.
So offen, wie der Ranger auf dem Photo dasteht, stand er noch etwas länger da und als wir am nächsten Morgen das Frühstück rausholen wollten, hat die Brigitte zwischen ihren Unterhosen lauter Kekskrümel entdeckt. Daraufhin haben wir das ganze Auto durchsucht: angeknabberte Cornflakes- und Toastpackungen und sogar durchlöchertes Klopapier. Scheinbar war das Squirrel, dass ich von unserem Auto gestern Abend verscheucht hatte schon vorher drin gewesen und wollte sowieso gerade gehen, als ich angelaufen kam. Von da an haben wir immer alles zu gemacht. Und trotzdem hatten wir später auf unserer Reise noch einmal einen ungebetenen Gast in der Ladefläche, der es sich schmecken lies.
Da das Wasser nur aus einem Hahn im ganzen Campground getröpfelt ist, wurde keine Campinggebühr verlangt. Also war die Übernachtung kostenlos (und unsere hohen Ausgaben am Pazifik wieder etwas ausgeglichen). Die aufgestellten Dixiklos waren im Gegensatz zu meinen Erinnerungen an die deutschen Pendants wohlriechend und extrem sauber.
Wenn es möglich war, haben wir abends eine kleine Wanderung durch das Umland des Campgrounds gemacht. Dieses Mal endete sie am Theater, dass es auf fast allen Park-Campgrounds gibt und in denen die Ranger abends eine Vorführung und Erklärung zu einem bestimmten Thema bieten.
Doch bevor es losgeht gibt es immer noch ein kleines Spielchen. Heute hieß es "Sag mir das Wahrzeichen deiner Stadt, und ich sage dir ihren Namen". Also los "Eiffeltower" -> "Paris in Idaho", "Kennedy Space Center" -> "Titusville in Florida" ..., "Beer" -> "Germany". Mit der Frau, die es "erraten" hat, hatte ich mich zuvor schon unterhalten, aber so ist wenigstens überhaupt jemand drauf gekommen.
Heute ging es um die Entstehung von Craters of the Moon. So haben wir gelernt, dass der Hotspot der momentan unter dem Yellowstone-Park liegt, früher hier war und diese Landschaft hinterlassen hat. Während sich die Kontinentalplatte nach Westen verschob, blieb der Hotspot wo er war.
Am nächsten Tag haben wir dann alle Sehenswürdigkeiten entlang des scienic drive besucht und auf einem Trail gelernt, dass es im Park zwei Sorten von Lava gibt: a'a und pahoehoe. Die Namen kommen beide aus Hawaii und bedeuten "hart zu den Füßen" (sehr scharf, Verletzungsgefahr) und "zähflüssig" (sieht aus, wie ein riesiger Kuhfladen).
Die Ersten, die das Lavafeld erkundet und durchquert haben, hatten einen Hund dabei, den sie jedoch sehr bald tragen mussten, da seine Pfoten vom a'a-Lava völlig zerschnitten waren.
Und natürlich gibt es auch in diesem Gebiet Lavatunnel, die jedoch schon nach kurzer Strecke eingestürzt sind.
Auf unserer weiteren Fahrt zum Yellowstone-Park sind wir auch noch etwa 11 Meilen durch Montana gefahren und haben uns in einem Supermarkt mit neuen Nahrungsmitteln und Eis versorgt. Das Eis diente dazu aus einer Kühlbox einen "Kühlschrank" zu basteln, um unsere Milch und Eier kühl zu halten. Anfangs auch Butter, doch dann ist das Eiswasser in die Butterdose gelaufen. Daher man auf den Sandwiches sowieso nichts von der Butter geschmeckt hat, haben wir sie einfach weggelassen.
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Yellowstone

Kaum hatten wir den Park "betreten" stand nach ein paar Meilen schon eine Autokolonne am Straßenrand. Interessiert haben wir angehalten und siehe da, in etwa 15 Meter Entfernung liegt ein Hirsch im Gras und gafft die Touristen an.
Im erst besten Campground (Madison) haben wir direkt neben einem gigantischen RV (= recreation vehicle = Wohnmobil) unser Zelt aufgeschlagen. Leider mussten wir feststellen, dass diese Ungetüme den ganzen Tag ihren Stromgenerator laufen lassen (Klimaanlage, ...). Also haben wir ab dann darauf geachtet die Loops (= Straße, an der die Campsites liegen) in denen Generatoren bzw. große RVs erlaubt sind zu meiden. Generell waren auch die Campgrounds mit dem geringsten Komfort (z.B. nur Plumpsklo und Wasserhahn) die schönsten und große RVs gab es dort eigentlich nie.
Daher die letzte Dusche inzwischen schon etwas länger her war und 4$ für einmal Duschen nicht gerade ein Schnäppchen sind, haben wir die Badesachen eingepackt und uns im Firehole River erfrischt und gereinigt. Der Name rührt daher, dass sich sehr viele heiße Quellen und Geysire in diesen Fluss ergießen. Die Wassertemperatur war zwar nicht heiß, aber doch so, dass man etwas drin bleiben konnte.
Der Yellowstone Park liegt auf über 2000 Metern Höhe und etwa auf dem selben Breitengrad wie Rom. Das bedeutet, dass es zwar tagsüber (durch die Starke Sonneneinstrahlung) über 30 °C warm wird, jedoch nachts um die 5 °C hat. Von Anfang November bis Mitte Mai ist ein Großteil des Parks wegen des Schnees geschlossen bzw. nur mit Schneemobilen zu besichtigen.
Am nächsten Tag haben wir einfach mal an ein paar Autos am Straßenrand angehalten und sind den Pfad entlanggewandert, der dort begann. Er führte uns dann zu einer heißen Quelle und einem Mud Volcano, der etwa untertassengroße Schlammfladen bis zu einem Meter hoch spukte. Leider ist es weder der Brigitte noch mir gelungen so einen Fladen zu photographieren. Das Geländer um den Mud Volcano war schon halb unter den Schlammfladen vergraben.
Daneben liegt ein Becken mit etwas mehr Wassergehalt, in dem es wie in Spagettiwasser blubberte.
Das auch in der Karte eingezeichnete Highlight des Tages war das Norris-Geysir-Basin, das aus einer Vielzahl von heißen Quellen und Geysiren besteht. In dem kahlen Gelände haben wir uns beide einen mächtigen Sonnenbrand geholt, so dass ich am nächsten Tag trotz 35 °C freiwillig einen Rollkragenpullover angezogen habe.
Die vielen toten Bäume sind hauptsächlich Überbleibsel der großen Feuer von 1988, denen 36% des Parks zum Opfer fielen und die damals erst durch Einsetzen des ersten Schneefalls Anfang November gelöscht werden konnten. Doch das ärgert hier niemanden, sondern es freut die Ranger sogar, da es dafür sorgt, dass nicht der ganze Park nur aus Wald besteht und so können viel mehr verschiedene Arten im Park leben. Aus diesem Grund werden auch die jährlich etwa 15 Feuer, die durch Blitzschlag entstehen nicht gelöscht. Während unseres Besuchs war wegen so einem natürlichen Feuer der Westeingang gesperrt.
Ein Geysir ist eigentlich eine gewöhnliche heiße Quelle, die jedoch in einiger Tiefe (z.B. 10 Meter) einen mit Wasser gefüllten Hohlraum besitzt mit einem ziemlich dünnen Rohr als Ausgang (ca. 15 cm Durchmesser). Das Wasser im Hohlraum wird erhitzt bis zum (durch den Druck des Gewichts des darüber liegende Wasser erhöhten) Siedepunkt. Dann wird das Wasser fast gleichzeitig gasförmig, dehnt sich aus und presst sich mit hohem Druck durch den Ausgang. Das in der Röhre darüber liegende Wasser wird in die Luft geschleudert.
Die meisten Geysire im Yellowstone Park sind ziemlich unvorhersagbar, da sie mehrere untereinander verbundene Hohlräume besitzen. Wenn in allen gleichzeitig der Siedepunkt erreicht wird kommt es zum Maximalausbruch. Daran kann der Geysir auch kaputt gehen. Steamboat, der unter den aktiven Geysiren weltweit die höchste Wasserfontäne hat (115 m), hat alle 10 Minuten einen kleineren Ausbruch (1 - 3 Metern), jedoch im Schnitt nur alle 4 Jahre einen großen Ausbruch.
Der Geysir auf den Photos wollte innerhalb der 5 Minuten, die wir gewartet haben einfach nicht ausbrechen, so wurde er dann eben ohne Ausbruch abgelichtet.
Echinus ist der aktivste Geysir im Park und so haben wir uns auf die Lauer gelegt. Daher ich auf Island schon mehrere Geysirausbrüche gesehen habe, bin ich zum Auto gegangen und habe leckere Mittagssandwiches zubereitet. Als ich wieder bei Brigitte und Geysir angekommen war, war immer noch gespanntes Warten angesagt. Pünktlich als das Mahl beendet war, machte es dann auch WWWUUUSCH!
Der Yellowstone Park besitzt insgesamt über 10.000 geothermale Features (heiße Quellen, Dampflöcher, Mud Volcanos, Geysire, ...), dass sind mehr, als auf der gesamten restlichen Welt zusammen.
Der Roaring Mountain, bei dem wir auf der Fahrt kurz anhielten, schwankt (laut Hinweistafel) zwischen "deutlich hörbarem röhren" und "unhörbar" für uns hat er sich für letzteres entschieden.
Am Campground angekommen lockt der Indian Creek zum Bade, doch als ich meinen kleinen Zeh hineinstecke fällt mir wieder ein, dass der Firehole River ja als "warm" galt und nun wusste ich auch was "kalt" bedeutet. Doch der mutige Flo hat es nach halbstündigem hin und her waten, Damm bauen und Sonne anbeten sogar gewagt sich ganz unterzutauchen und die Haare zu waschen.
Bei der Wanderung ins backcountry hat sich die Brigitte aber auch mutig gezeigt und ist mir hinterher über einen Bach gesprungen. Leider etwas zu kurz, so dass ein Fuß nass wurde. Dafür war die Landschaft atemberaubend schön.
Eines der Grundrechte der Amerikaner ist kurz nach Freiheit und des Waffenbesitzes die Erlaubnis Holz zu sammeln. Und so haben wir auf dem Rückweg von der Wanderung noch einiges unter die Arme gepackt. Der Wanderweg endete dann im Amphitheater, in dem der Ranger gerade bei Lagerfeuer etwas über Bären erzählte. Also sind wir mit den ganzen Ästen bepackt quer über seine "Bühne" marschiert und haben uns hinten dazugesetzt.
Nach den näheren Ausführungen war uns klar, dass wir nicht besonders wild auf ein Zusammentreffen mit einem Bären sind. Glücklicherweise hat es auch geklappt. Bei einem später an einem öffentlichen Telefon zufällig mitgehörten Telefonat erfuhren wir, dass andere jedoch durchaus einen Bären gesehen hatten.
Der Ranger schilderte eine seiner Begegnungen: Unterwegs mit einer Gruppe von Schülern erzählt er auf einer Wiese etwas über Bären und ein schon vorher besonders vorlauter Junge sagte plötzlich "Herr Ranger, hinter ihnen steht ein Bär". "Ja ja, toller Scherz!", dachte der Ranger, doch die anderen Kinder schauten auch ziemlich entsetzt aus und als sich der Ranger umdrehte, stand in etwa 40 Metern Entfernung wirklich ein Grizzlybär. Dieser fühlte sich scheinbar unterlegen und passierte die Gruppe in gehörigem Abstand.
Das rechte Bild demonstriert, dass hinter jeder Ecke wieder etwas neues zu finden ist. Plötzlich liegen große Granitblöcke in der Landschaft. Dieses "hinter jeder Ecke etwas neues" begleitete uns während unserer gesamten Reise.
Weiter nach Mammoth Hot Springs. Als der Park 1886 (als erster Nationalpark der Welt) gegründet wurde gab es noch keinen National Park Service und so bewachte die Kavallerie bis 1916 den Park. In Mammoth Hot Springs zeugt das großzügig angelegte Fort Yellowstone von dieser Zeit. Außer den massiven Steinhäusern des Forts sind dort auch die Kalkterrassen interessant. Sehr kalkhaltiges Wasser fließt den Berg hinab und sammelt sich in Becken, in denen es dann verdunstet, der Kalk lagert sich am Rand ab wodurch das Becken tiefer wird.
Eine ebenfalls kalkhaltige, jedoch sehr langsam fließende Quelle in der Ebene bildete den Hügel auf dem linken Bild.
Gelegentlich ändert das Wasser auch seinen Lauf. So fließt es jetzt genau unter einer eigentlich neben den Terrassen platzierten Besucherplattform hindurch. Unter dem weißen Kalk sind sogar noch die Grasbüschel zu erkennen, gelegentlich ragt auch noch ein Ast aus dem weiß. Die von diesem Wasser umspülten Bäume sterben ab.
Der Park liegt zu einem Großteil in Wyoming, dem Staat mit den wenigsten Einwohnern (etwa 482.200). Ein Amerikaner erzählte uns, er hatte mal in Wyoming zu tun und das einzige was es dort (abgesehen vom Yellowstone Park) gibt sind endlose Straßen: "miles and miles and miles".
Der für heute Nacht anvisierte Campground Tower Falls war leider bereits voll, als wir ihn erreichten. Hinter einer Gruppe von Harleys (bei denen der erste per Funk immer an die anderen übermittelte, was wo zu sehen ist) fuhren wir also weiter Richtung Canyon Village. Im Visitor Center fielen uns fast die Augen aus dem Kopf, als wir sahen, dass außer Indian Creek bereits alle Campgrounds in der Nähe voll waren. Die Rangerin, war jedoch ebenso davon überrascht.
Also sind wir sofort nach Norris weitergefahren - voll. Auch in Indian Creek, der letzte Nacht überhaupt nicht voll wurde - voll. In unserer Verzweiflung hofften wir auf Mammoth Hot Springs, jedoch auch hier - voll. In Gardiner außerhalb des Parks bekamen wir dann glücklicherweise auf dem einzigen Campingground den letzten freien Platz. Diesen Ausflug in die Zivilisation (Duschen und Klos mit Spülung) haben wir dann zur sorgfältigen Reinigung und zum Wäschewaschen genutzt.
Am nächsten Tag ging es früh los und sofort zum Norris Campground um eine Campsite in Beschlag zu nehmen. Leider hatten wir kein passendes Geld für die Self-Registration dabei und so fragen wir einen Ranger in einem nahen Museum, der sich riesig über den Besuch freute uns zu seinem abendlichen Ranger-Talk einlud aber kein Geld dabei hatte. Letztlich haben wir dann im Buchladen des Norris Geysir Basin getauscht.
Beim zweiten Besuch in Canyon Village war auch Zeit den Grand Canyon of the Yellowstone zu bestaunen, schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns in Arizona noch erwarten würde.
Schon auf der Hinfahrt zum ersten Lookout Point habe ich den Boulderfelsen am Straßenrand gesehen und beim zurückfahren musste ich einfach anhalten. Unsere Kletterschuhe hatten wir mit Blick auf den Yosemite Park mit auf die Reise genommen. Ich bin drei Züge weit gekommen, aber das war's dann.
Bei einer kleinen Wanderung entlang des Canyons konnten wir ein Squirrel aus so großer Nähe betrachten, dass wir uns sicher waren, dass es auf einem Photo unübersehbar sein würde. Die Augen scheinen jedoch doch noch einen besseren Focus zu besitzen als unsere Kamera.
An den mit dem Auto erreichbaren Punkten hat man zwar meistens den besten Blick auf das jeweilige Highlight, doch findet man die kleinen (unerwarteten) Geheimnisse erst, wenn man sich auch mal außer Sichtweite der Straße begibt. Außer dem Squirrel entdeckten wir so auch einen Fels, durch den sich ein Bach einen Weg gegraben hatte und der nun einen Tunnel bildet.
An einem Parkplatz sahen wir auch eine paar Ford Model T und die Brigitte machte das Photo weil ich mich nicht getraut habe. (Denn eigentlich bin ich kein Auto-Fan, aber den Wagen konnte ich mich doch nicht entziehen.)
Ein extrem steiler Weg führte zu den Lower Falls mit 94 Metern Höhe. "Lower" bedeutet hier "tiefer im Flusslauf" und nicht "niedriger". Die Upper Falls sind nur 33 Meter hoch.
Um sich den strapaziösen Aufstieg zum Auto zu ersparen sprang mir die Brigitte dann auf den Rücken, doch da ich unter der Last zusammenzubrechen drohte, warf sie noch schnell Balast in Form des Photoapparates ab, der glücklicherweise ein paar Meter vor der Klippe liegen blieb und auch sonst keinen Schaden nahm. Aus Fehlern lernend, ging die Brigitte dann selbst nach oben und ich musste sie nicht tragen.
In einem Führer haben wir gelesen, dass sich die Bisons bevorzugt im Hayden Valley aufhalten würden und dass wollten wir unbedingt sehen. Zunächst gab es aber erst einmal wieder Hirsche. Inzwischen hielten wir nicht mehr bei jedem Hirsch an, sondern nur noch, wenn es eine neue Rasse, oder wie hier gleich ein ganzes Rudel war.
Es ist erstaunlich wie viele Tiere hier überall zu sehen sind und wie sie einen absolut ignorieren. Wir haben auch niemanden gesehen, der sich den Tieren stärker genähert hätte als nötig oder ihnen irgendwie etwas zu Essen gegeben hätte (bis auf einen Ausnahme im Zion Canyon). Gäbe es kein "außerhalb des Parks" könnte man fast von einem freundlichen miteinander von Mensch und Tier sprechen. Aber auch dort gibt es, durch die dünne Besiedelung, noch viele kleinere wilde Tiere wie Hasen, Rehe, Squirrels. Wir haben sie meist breitgefahren auf der Straße angetroffen.
Da waren wir noch gar nicht richtig im Hayden Valley, stand auf einmal auf einer Wiese ein Bison. Wir waren so glücklich eines gesehen zu haben und gleichzeitig sehr beeindruckt, von der Größe und dem respekteinflößenden Kopf.
Hinter der nächsten Kurve öffnete sich das Tal und wir glaubten unseren Augen kaum. Es sah aus, wie in einem Naturfilm oder zu Zeiten, bevor der weiße Mann mit dem Schiesspulver kam. Nach einiger Beobachtung wussten wir auch wer der Chef in der Herde war und wer die Untergeben. Irgendwann kam dann eine weitere Gruppe einfach über die Straße gelaufen, die Autos blieben stehen und ließen die Tiere durch und fuhren danach wieder weiter.
Noch etwas später gingen die Tiere dann allmählich zum Fluss und schwammen rüber - Ende der Vorstellung.
Die Staubwolken auf dem rechten Bild zeigen an, wo gerade zwei Bisons im Machtkampf gegeneinander gerannt waren. Echte Natur live - atemberaubend.
Fast am Ende des Tales angelangt sahen wir plötzlich zwischen den Bäumen ebenfalls eine Gruppe Bisons stehen (stehen die nicht eigentlich immer auf Wiesengelände) und direkt vor uns querte einer dann die Straße. Beim Vorbeigehen sah er uns sogar an und ich traute mich nicht ein Photo zu machen.
Nach unserer bisherigen Erfahrung mit dem sehr lustigen Schlammschleuderloch von vorgestern musste unbedingt auch der als "Mud Volcano" in der Karte eingezeichnete Punkt besucht werden. Unser kleiner "eigener" Mud Volcano, war jedoch wesentlich schöner. In der Gegend um den "offiziellen" Mud Volcano war es geothermal sehr aktiv und so hat sich etwas oberhalb vor ein paar Jahren eine neue heiße Quelle gebildet, die inzwischen schon einen ganzen Weiher bildet. Auch im Parkplatz war ein 3 Meter großes Loch in dem man unten Wasser sehen konnte, gut dass wir wo anders geparkt haben.
Als wir abends dann am Amphitheater vorbeikamen mussten wir feststellen, dass das Thema schon wieder "Bären" lautete und der nette Ranger tat uns leid, da er nur einen Gast hatte.
Die ursprünglich geplante, weiter nach Osten führende Route über Denver war schon lange als "undurchführbar" abgestempelt und so ging es nun Richtung Südausgang des Parks. Unterwegs besuchten wir noch einige heiße Quellen und Dampflöcher. Unter anderem die Grand Prismatic Spring im Midway Geysir Basin, dessen Farbe leider nicht vom Goldgehalt des Wassers stammt, sondern von den auf dem Stein lebenden Bakterien. Abhängig von der Wassertemperatur und damit von der Entfernung zur Quelle ändert sich die Farbe von gelb über gold bis orange.
Das eher traurige Ende unserer Yellowstone-Tour fand am Old Faithful Geysir statt, der mit mehrspuriger Zufahrtsstraße, riesigem Parkplatz, Tribüne und gigantischen Touristenhäusern umgeben war. Angeekelt von solchem Massentourismus warteten wir auf den Ausbruch machten das Pflichtphoto und fuhren so schnell wie möglich wieder davon. Als wir uns nach einer Weile von dem Schock erholt hatten, hielten wir an wanderten etwas in den Wald hinein und machten Mittagspause.
Die Straße führte heute 3mal über die continetial divide (= Wasserscheide) und jedes mal war ein etwa 3x3 Meter großes Hinweisschild mit Parkplatz eingerichtet worden. Was für ein super Erlebnis, ich bin über die Wasserscheide gefahren, wow! Die Amerikaner hielten an, gruppierten die ganze Familie um das Schild und photographierten es. Auf der weiteren Strecke konnten wir auch noch einen kurzen Blick auf den Lake Yellowstone erhaschen, den in dieser Höhe (2357 m) größten See der Welt. Der Lewis Lake, an dem der heutige Campground lag, war zwar kleiner aber mindestens genauso kalt. Nach 5-minütigem Bad wusste ich genau, was mit "the lakes are dangerously cold" gemeint ist.
Auf einer Campsite in der Nähe "wohnte" eine Familie mit einem kleinen Jungen aus Deutschland. Als ich zum Wasserholen vorbei ging sagt er zu mir auf deutsch "Hallo, wie geht's?" und er hatte wohl irgendetwas englisches erwartet, doch ich antwortete "Sehr gut! Danke. Und dir?" worauf er gleich in das RV zu seinem Papa rannte und ihm zurief: "Da ist ein Deutscher!" Vermutlich hatte er seit Wochen niemanden mehr getroffen (außer seinen Eltern), der deutsch sprechen konnte, denn alle weiteren Male, die ich dort vorbeiging, gegrüßt er mich und ich habe auf deutsch zurückgegrüßt und jedes mal hat er sich gefreut.

Fazit: Wer gut aufgepasst hat, hat gemerkt, dass der Yellowstone-Park in 4 Kategorien der beste der Welt ist (höchster Geysir, meiste geothermale Features, größter Bergsee und erster Nationalpark), wobei einem letzteres fast an jeder Ecke mitgeteilt wird. Außer diesen, für Amerikaner scheinbar ziemlich wichtigen Fakten, hat der Park noch jede Menge mehr zu bieten, was hoffentlich aus obigen Erklärungen hervorgegangen ist. Am besten gefielen mir Norris Geysir Basin, Hayden Valley, Mammoth Hot Springs, Midway Geysir Basin und das Hinterland bei Indian Creek. Wobei auch fast alle anderen Orte in die Kategorie "sehenswert" fallen würden und ein Parkbesuch keinesfalls auf die Haupttouristenattraktionen beschränkt werden sollte.
Um sich erhebliche Fahrerei zu sparen sollte man die Campsite für die Nacht bereits möglichst früh belegen, da sie auf "first come, first serve"-Basis vergeben werden. Wann ein bestimmter Campground ungefähr voll sein wird, erfährt man auf den im Visitor Centers aushängenden Tafeln mit den Uhrzeiten, wann er am letzten Tag voll war. Umso spartanischer der Campground umso später wird er voll und umso schöner ist er. Die Preise lagen zwischen 10$ und 15$.
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südwärts via Salt Lake City

Wir verließen den Yellowstone Park und fuhren dann durch den Grand Teton National Park. Er bietet ebenfalls eine wunderschöne Natur und wilde Tiere. Daher wir dies jedoch auch im Yellowstone bereits üppig genossen hatten, hielten wir nur im Colter Bay Visitor Center (Besichtigung des dortigen Indianermuseums), zum Photoshoting der Grand Teton Range (siehe Photo links) und um uns kurze Hosen anzuziehen.
Am südlichen Ende des Parks sahen wir dann ein Schild "Airport" - wir waren wieder zurück in der Zivilisation. Im nächsten Ort Jackson, dessen Zentrum ganz auf den Tourismus eingestellt ist (in Häusern mit Holzbürgersteig gab es Cowboy-Hüte und tausend andere Souvenirs zu kaufen) wurde dann unser Bargeldvorrat am nächsten ATM (Geldautomat) wieder aufgestockt. Eigentlich wollte ich schon seit Anfang der Reise einen Cowboy-Hut kaufen, aber die hohen Preise schreckten mich ab und das sollte bis zum Ende der Reise auch so bleiben.
Der Town-Square von Jackson ist an allen vier Ecken von einem Geweihbogen geschmückt und wir ärgerten uns schon über die Einwohner, die dafür wohl tausende Hirsche geschossen hatten. Zu unserem verblüffen erfuhren wir dann jedoch, dass es nördlich von Jackson ein Areal gibt, in dem sich jeden Herbst mehrere Tausend Hirsche treffen und ihr Geweih abwerfen. Die Einwohner sammeln die Geweihe dann ein und versteigern sie auf dem Town-Square für einen guten Zweck. Da sind wohl mal wieder die Vorurteile mit uns durchgegangen.
Auf der weiteren Fahrt zum Bear Lake erlebten wir unseren ersten Regen in den USA, um genauer zu sein, es schüttete etwa eine halbe Stunde wie aus Kübeln.
Etwas später war ein Polizist bei der Radarkontrolle mit unserer Geschwindigkeit glücklicherweise einverstanden und (vermutlich weil ich ihn so angestarrt habe) grüßte mich quer über die ganze Straße.
Ab einer Entfernung von etwa 25 Meilen zum See begegneten uns fast nur noch Fahrzeuge, die, entweder auf der Ladefläche oder auf einem Anhänger, ein oder mehrere Jetski's dabei hatten. Am Zeltplatz war es so windig, dass beim Zeltaufbau immer einer das Zelt halten musste, während der andere daran arbeitete. Auf dem Photo bin ich gerade dabei unser Auto zum Windschutz davor zu fahren.
Von einem Historical Marker in Paris (glaube ich) erfuhren wir folgende Geschichte: Hier siedelten vor einiger Zeit 400 Mormonen-Familien und bauten eine Kirche, die heute noch steht, ein Gemeindehaus, usw. Bei einer genauen Vermessung einige Jahre später stellte sich heraus, dass sie sich nicht in Utah sondern in Idaho befanden. Daraufhin verließen die Mormonen den Ort wieder und zogen nach Utah um. Heute leben nur noch sehr wenige Leute in dem Ort und das Gemeindehaus ist schon fast verfallen.
In einem anderen Ort in der Nähe erzählte ein Historical Marker diese Geschichte: Zwei Gangster kamen auf Pferden in die Stadt geritten, raubten die Wells Fargo Bank aus und erbeuteten Edelsteine, Gold und Geld im Wert von etwa 15.000$ (damals war das unvorstellbar viel). Als die Gangster auf ihren Pferden flohen, lieh sich der herbeigerufene Sheriff ein Fahrrad bei einem Passanten aus. Am ersten Berg wurde er jedoch abgehängt und die Banditen waren für immer auf und davon.
Nach einem kurzen Verfahrer, den wir (aus der Not mal wieder eine Tugend machend) zum Tankstop genutzt haben, konnten wir am Temple Square in Salt Lake City keinen Parkplatz finden und sind so den Schildern zur Tourist Information nachgefahren. Dort gab es dann kostenlose Stadtpläne und freie Parkplätze. Direkt gegenüber liegt das State Capitol von Utah, dass somit gleich als erstes besichtigt wurde.
Dann aber schnell den Hügel hinab zum Temple Square. Ach ja, das Staatssymbol von Utah ist ein Bienenstock, der das Motto des Staates verdeutlichen soll: Industry.
The Church of Jesus Christ of latter-day Saints (LDS): 1827 erschien Joseph Smith der Engel Moroni und zeigte ihm vergrabene Goldtafeln. Auf diesen Stand die Geschichte eines Stammes von Israel, der nach Amerika ausgewandert war - das Buch Mormon, eine Erweiterung der Bibel. 1830 gründete Smith die LDS und ließ sich mit seinen Anhängern 1831 in Ohio und 1839 in Illinois nieder. Unter anderem wegen der Polygamie wurde er von den Andersgläubigen angefeindet und 1844 im Gefängnis (noch vor einem Prozess) von Eindringlingen erschossen.
Vertrieben aus den östlichen Staaten machten sich die Mormonen mit ihren Planwagen auf den Weg in ihr heiliges Land. Die erste Gruppe unter der Leitung von Brigham Young erreichte am 22. Juli (ohne ihren Führer, der krankheitsbedingt erst zwei Tage später ankam) das Gebiet am großen Salzsee und gründeten Salt Lake City. Brigham Young wurde der erste Präsident der LDS und organisierte die Auskundschaftung und Besiedelung Utahs.
Nach ihrem Glauben hat man es im Himmel umso besser, je größer die Familie auf Erden ist. Also zeugten sie mit mehreren Frauen viele Nachkommen und breiteten sich aus. Seit Utah 1896 den USA beigetreten ist, ist es gesetzlich verboten mehrere Frauen zu haben. Insbesondere im Süden des Staates gibt es aber noch knapp 1.000 polygame Familien. Brigham Young hatte über 30 Frauen und über 100 Kinder, die in einem Extrahaus untergebracht waren (getrennt nach Frauen mit und ohne Kindern).
Eine andere Möglichkeit die Familie zu vergrößern ist die nachträgliche Taufe der Vorfahren. Folglich besitzt die LDS die größte genealogische Datenbank der Welt, mit einer Zweigstelle in jedem LDS-Gemeindehaus weltweit.
Wenn sie ihre Schulausbildung abgeschlossen haben, müssen bzw. dürfen die Jugendlichen in ein ihnen zugelostes Land ziehen und es missionieren. Als ich zu Beginn meiner Reise in München mit der S-Bahn zum Flughafen fuhr, traf ich dort zwei dieser "Sisters", die ihre Missionierung zum Glück auf das überreichen einer kleinen Informationskarte beschränkten. Ebenfalls als Missionare kommen aus allen Ländern Jugendliche nach Salt Lake City und bieten dort kostenlose Touren (in 38 verschiedenen Sprachen) durch das gesamte Areal und alle Gebäude (außer dem Temple) an. Komischerweise handelte es sich bis auf eine Ausnahme nur um Mädchen.
Außerdem gibt es die Vorstellung, dass Jesus in der Endzeit auf dem Temple erscheinen und ein 1000jähriges Reich errichten wird. Bei der Ernährung wird auf Alkohol, Kaffee, Tee und Tabak verzichtet und einmal im Monat gefastet. 10% des Einkommens wird der Allgemeinheit gestiftet. Wie stark sich jeder einzelne Mormone an solche Gesetze hält, konnten wir nicht feststellen. Sie haben sich jedenfalls wie alle anderen Amerikaner auch verhalten.
Der von 1853 bis 1893 erbaute Tempel ist für die LDS so etwas wie der Petersdom für die Katholiken. Folglich wird dort im Schichtbetrieb geheiratet. Links geht das Paar gerade hinein, im Temple findet gerade eine Hochzeit statt und die frisch vermählten kommen aus der rechten Tür heraus.
Im Conference Center können 21.000 Gläubige gleichzeitig einem Gottesdienst beiwohnen. Für die Fernsehübertragung stehen 70 Dolmetscherkabinen zur Verfügung, die jedoch (leider) noch nicht alle benötigt werden.
Der ganze Temple Square ist sehr kitschig und so konnte ich einfach nicht widerstehen ein richtiges Kitsch-Photo zu machen. Im Buchladen der gegenüberliegenden Mall bestand die Top-Ten übrigens fast ausschließlich aus Büchern wie "Christus Weg zu ...".
Häufig haben Geschäfte riesige USA-Fahnen aufgehängt. Wie uns ein Junge später erzählte liegt das nicht ausschließlich am Patriotismus, sondern auch daran, dass mit der Fahne Attribute wie "Freiheit" und "american way of live" verknüpft sind. Vor allem Autohändler hängen also eine große Fahne auf um diese Attribute auch auf ihre Wagen zu übertragen, die ja auch Freiheit (mit einem super Gelände-Pickup kommt man überall hin) bieten und sowieso zum american way of live gehören.
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Timpanogos Cave

Am Abend erreichten wir den State Park in dem die Timpanogos Cave lag, jedoch waren dort schon alle Campgrounds voll. Also zurück nach Salt Lake City, wo wir dann im Minuteman-Drive direkt neben der Interstate (= Autobahn) einen privaten Campingplatz fanden. Minuteman ist übrigens der Name mehrerer amerikanische Atomraketen.
Es hat uns schon zuvor immer wieder gewundert, dass die Amerikaner scheinbar völlig immun gegen Lärm jeglicher Art zu sein scheinen. Sie wohnen (wie wir diese Nacht in unserem Zelt) etwa 25 Meter von der Autobahn entfernt, die nicht mal einen Lärmschutzwall besitzt und freuen sich über die gute Verkehrsanbindung. Auch geht die Hauptdurchgangsstraße in den meisten Orten direkt durch die Innenstadt.
Daher die Führung durch die Höhle nur in relativ kleinen Gruppen möglich ist, muss man schon früh dort sein, eine Karte kaufen und dann noch etwa 3 Stunden warten, bis man sich auf den etwa 45-minütigen Weg nach oben zur Höhle machen darf. Unterwegs überholten wir eine Amish-Senoirengruppe, die zwar wie im Klischee aussahen, aber zumindest mit einem 12-sitzigen Van angereist waren.
Ab mittags ist es in der Hochsaison wohl aussichtslos noch Karten für den selben Tag zu bekommen.
Ursprünglich handelte es sich um drei Höhlen, Hanson Cave, Middle Cave und Timpanogos Cave. Um die Angelegenheit für die Massen zugänglicher zu machen wurden jedoch zwischen den Höhlen zwei Verbindungsgänge gegraben, so dass man nun durch die Hanson Cave hinein und durch die Timpanogos Cave wieder hinaus geht.
Hanson Cave wurde 1887 von Martin Hanson entdeckt. Angeblich war er gerade beim Bäumefällen als er einen Berglöwen sah. Er folgte dessen Spuren, die an der nach ihm benannten Höhle endeten. Er baute einen Weg und die ersten Touristenscharen kamen und plünderten die Höhle.
Timpanogos Cave wurde 1915 von zwei Jugendlichen entdeckt, deren Eltern Hanson Cave besichtigten, während sie einfach so über den Fels kletterten. Wo die Höhle genau lag geriet allerdings in Vergessenheit. Am 14. August 1921 ging ein "outdoor club" aus Payson dem Gerücht über die Timpanogos Cave nach und wiederentdeckte sie. Sie verschrieben sich der Erhaltung der Höhle in ihrem ursprünglichen Zustand.
Im Herbst des selben Jahres wurde Middle Cave von Sohn und Enkel von Martin Hanson gefunden, als sie, gerade zur Hirschjagd unterwegs, mit ihrem Fernglas vom gegenüberliegenden Berg den Eingang sahen.
Die Entstehung der verzweigten Gebilde (Helictites) ist den Forschern bis heute nicht klar. Die populärsten Meinungen sind: "Es handelt sich um einen Kanal durch den das Wasser durch Kapillarwirkung auf und ab fließt." und "Es sind mehrere Tropfsteine aufeinander."
Am Straßenrand wurde gelegentlich "frisches Jerky - jamjam - lecker!" angeboten, so auch hier, doch unser Wörterbuch wusste keine Übersetzung dafür. Später erfuhren wir, dass es sich dabei um getrocknete Fleischstreifen handelt, die wie Chips nebenbei z.B. beim Fernsehen gegessen werden. In einem Supermarkt entdeckten wir auch mal getrocknete Schweineohren, die sahen auch extrem lecker aus - man konnte sogar noch die eintätowierte Seriennummer sehen.
Den Rest des Tages sind wir durch eine sehr wenig bewachsene, rote Steppe nach Green River gefahren. Für Abwechslung unterwegs sorgten lediglich eine Kohlemine und die von dort kommenden gigantischen Kohlezüge. Green River machte seinem Namen dann alle Ehre. Nicht nur der Fluss war braun-grün sondern vor allem der dort gelegene State Park auf dem wir nächtigten. Vor der Ortseinfahrt stand am Straßenrand ein Bauer und verkaufte Wassermelonen. Am Campground angekommen war uns schon so viel Wasser im Mund zusammengeflossen, dass ich noch mal zurückgefahren bin und eine gekauft habe. Später hat sich herausgestellt, dass Green River der Wassermelonen-Ort ist, da haben wir wohl mal den richtigen Riecher gehabt.
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Arches

Ein paar Meilen nördlich des Arches National Park erfuhren wir von einem Historical Marker: In einigen Orten Kaliforniens (könnte aber auch ein anderer Staat gewesen sein) wurden Juden, ähnlich wie in Deutschland, enteignet und hierher in eine Art Konzentrationslager verbracht. Die etwa 100 Häftlinge dienten zum Straßen- und Eisenbahnbau. Einige Jahre später "bemerkte" man den Fehler und ließ alle wieder frei. Heute zeugen noch der Brunnen und ein paar Mauerreste von den damaligen Baracken.
Die rechte Wand auf dem linken Bild ist nur ein paar Meter dick und ungefähr 20 - 30 Meter hoch. Irgendjemand hat sich bei dem Anblick an die Park Avenue in New York erinnert gefühlt und die Wand danach benannt.
Angespornt durch ein paar Expressen, die ich in der Wand hängen sah, habe ich mich am nächstbesten Steinbrocken mit bouldern probiert. Leider ist der Sandstein hier so porös, dass man die Hände immer voller Sand hat und damit praktisch keinen Halt. Daher weißer Chalk aus optischen Gründen verboten ist, gibt es im Visitor Center sandstein-farbenen Chalk zu kaufen. Aus dem selben Grund dürfen nur braune Sicherungspunkte in den Wänden hinterlassen werden.
Der Balanced Rock hatte früher links mal einen etwas kleineren Nachbarn. Doch vor einigen Jahren ist er von einem Tag auf den anderen runter gefallen. Aus herumliegenden Steinen haben bisherige Besucher am Boden lauter kleine "Balanced Rocks" aufgestapelt.
Eigentlich ist es seit 1991 als ein 30 x 4 Meter großes Stück aus dem Landscape Arch heraus brach verboten, sich unter den Bögen aufzuhalten. Bei Temperaturen um die 40 °C (im Schatten) gehen die Besucher das Risiko jedoch gerne ein, um sich vor der Sonne zu schützen.
Hier sahen wir auch drei Inder, die insgesamt 4 Photoapparate und 1 Videokamera dabei hatten und die jedes Photo etwa eine Viertelstunde lang diskutieren mussten. Eine Szene, bei der 2 von ihnen um eine Kurve gehen und dann in die Videokamera grüßen wurde zuerst diskutiert, dann geprobt und schließlich aufgezeichnet.
Früher war ein Großteil Nordamerikas vom Meer überschwemmt. Damals lagerte sich hier Sand an und es entstand Sandstein. Teilweise lagerte sich auch Salz am Ufer ab, welches hier wieder von einer Sand(stein)schicht überdeckt wurde.
Die Entstehung der Arches:
  1. In dem Sandstein entstehen Risse und Spalten.
  2. Durch Wasser werden die Ritzen ausgespühlt und tiefer. Im Winter gefriert das vorhandene Wasser zu Eis, wobei es sich ausdehnt und somit Stücke aus dem Stein heraus bricht.
  3. Wind und Wasser tragen die abgebrochenen Stücke davon.
  4. Alte Arches halten der Witterung von Wind und Wasser nicht mehr stand und stürzen ein. Andere entstehen oder werden größer.
Momentan gibt es im Park über 2.000 Bögen, von 1 Meter Durchmesser bis zum 102 Meter langen Landscape Arch.
Es war sehr heiß und im Park gibt es eigentlich (außer unter den Arches) keinen Schatten. Außerdem hatten wir viel zu wenig Wasser dabei. An eine längere Wanderung als Auto-Arch-Auto war somit leider nicht zu denken.
Zum Double Arch bin ich alleine gegangen, da die Brigitte eine Pause wollte.
Leider konnten wir die Fiery Furnace (ein Labyrinth aus engen Canyons) nur von außen sehen, da die heutige Tour gerade startete und wir keine Karten besaßen. Zum Ausgleich bin ich dann beim Sanddune Arch durch die (wenigen und nicht so engen) Canyons geklettert. Leider habe ich der Brigitte vorher nicht Bescheid gesagt, so dass sie sich nach einer Weile richtige Sorgen machte. Leider, leider, leider.
Am Devils Garden gab es dann Wasser, so dass wir doch noch eine kurze Wanderung wagen konnten. Ich hätte in diesem Park gerne noch mehr und weitere Wanderungen unternommen, doch es war absolut zu heiß dafür.
Der einzige Campground im Park war voll. Also ging es weiter nach Moab, wo wir im Supermarkt mal wieder richtig frieren mussten. Gesegnet sei die Klimaanlage! Das verspätete Mittagessen (Grillhendl) verzehrten wir an einem aufgestauten Tümpel in der staubtrockenen Gegend.
Unser Campground lag am Newspaper Rock und kostete nichts, da es kein Leitungswasser gab. Dafür aber einen Bach direkt neben an. Der Newspaper Rock hat diesen komischen Namen, da sich die Forscher keinen Sinn für die Zeichnungen auf dem Stein ausdenken konnten. Komischerweise haben viele der abgebildeten Füße 6 Zehen.
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Anasazi und Navajo

Mitten in der beinahe Sandwüste erheben sich bis zu 2621 Meter hohe Mesas (= Hochplateaus). Dort oben regnet es viel häufiger, also hat man dort viel bessere Bedingungen für die Landwirtschaft. Das nutzten die Anasazi-Indianer aus, die hier etwa von 550 bis 1300 lebten.
Doch erst mal musste sich unser Ranger über eine steile, kurvige Straße durch die Wolken dort hinauf quälen. Den ganzen Tag über musste man eigentlich jeden Augenblick mit Regen rechnen und es tröpfelte auch mehrmals. Scheinbar ist es aber auch hier einmal trocken, denn vor ein paar Jahren brannte hier ein Großteil des Waldes ab.
Am Visitor Center ließen wir uns beraten, welche der geführten Touren durch eine der "cliff dwellings" wohl die schönste ist und die Rangerin empfahl uns das "Balcony House". Da es dort einen sehr engen Eingang gibt, steht am Visitor Center eine Holzröhre bereit, in der man testen kann, ob man hindurchpasst oder nicht.
Der Leiter unserer Führung studiert eigentlich die Geschichte der Pueblo-Kulturen (u.a. Anasazi) und arbeitet nur nebenher im Park als Führer. Dadurch wusste er absolut alles über die Anasazi, deren richtiger Name unbekannt ist. "Anasazi" ist nämlich ein Wort der Navajosprache und bedeutet "die Vorherdagewesenen".
Durch die üppigen Nahrungsmittel wuchs die Bevölkerung auf den Mesas und entwickelte sich. So bauten sie z.B. Terrassen zur besseren Bewässerung und erlernten die Kunst des Häuserbauens und des Töpferns. Außerdem betrieben sie offenbar regen Handel, denn es wurden bei den Ausgrabungen auch Muscheln von der Pazifikküste gefunden.
Die Kiva, den kreisrunden im Boden versenkten und mit einem Dach versehenen Raum, gibt es ebenfalls bei den Hopi-Indianern. Diese nutzen sie zum Beten für Regen oder Jagdglück, zum Kochen oder zum Weben. Daher ihre Gottheit(en) unter der Erde leben ist die Kiva ein zwischen Raum, der einen näher zu Gott bringt. Das Sipapu, ein Loch im Boden, ist der Eingang des Gottes/der Götter zu diesem Raum. Die Kivas haben in der Mitte des Daches ein Loch mit einer Leiter, über die man hineingelangt. Der Rauch des direkt darunter liegenden Feuers hat vermutlich eine symbolische Reinigung dargestellt.
Was die Anasazi dazu bewog ihre Häuser nicht mehr auf der Mesa sondern in den Klippen zu errichten ist nicht geklärt wahrscheinlich ist jedoch, dass auf der Mesa der Platz nicht mehr reichte um genügend Nahrungsmittel zu produzieren. Denn aus dem immer geringer werdenden Anteil an Holz in den Häusern kann man schließen, dass es immer weniger Wald gab, also musste es mehr Ackerland gegeben haben, also einen größeren Bedarf an Ackerland. Ein Krieg zwischen den Clans ist eher unwahrscheinlich, da sie zusammen noch das Projekt eines großen Sonnentempels in Angriff nahmen.
Genauso unklar ist warum sie um 1300 die gesamte Region verließen. Damals herrschte in der Region zwar Dürre, doch hatten sie bis dahin schon mehrere Dürren überlebt. Man folgert aus der ersten Vermutung, dass sie keine Reserven für schlechte Zeit anlegen konnten und deshalb an dieser Dürre scheiterten. Sie wanderten Richtung Südosten aus.
Auch der komplizierte und stark geschützte Eingang zum Balcony House deutet auf eine Dürre hin, jeder musste seine Nahrung bewachen. Oder es brach doch aus anderen Gründen Streit aus?
Ein anderer Grund für den Umzug könnte gewesen sein, dass sich dort Wasserquellen befanden, es im Sommer nicht so heiß wurde und durch das natürliche Dach es sich im Winter leichter bzw. effizienter heizen ließ. Zum trockenen Lagern der Vorräte wurden die Klippen schon genutzt, bevor die Siedlungen dort errichtet wurden.
Das Spruce Tree House hatte leider bereits geschlossen, als wir vorbei kamen, also konnten wir nur die Raben in den Bäumen davor bewundern und photographieren. Die ganze Geschichte um die Anasazi faszinierte uns derart, dass wir keine Ruine unterwegs unbesucht ließen und so erst nach Einbruch der Dunkelheit den Campground erreichten. Sicherheitshalber hatten wir uns am Morgen bereits erkundigt, ob er eventuell voll werden könnte, worauf uns die Dame im Kassenhäuschen fast auslachte und mitteilte, dass dieser Campground, seit er existiert, noch nie voll war.
Das abendliche Ranger-Programm ging um die Bedeutung der Sonnenstände und -finsternisse für die Anasazi. Wobei drei Kinder die Kugeln für Sonne, Mond und Erde auf der Bühne umhertragen durften. So wurde der Vortrag eher zu einer Quizshow mit Action-Einlagen. Nachdem wir uns beim Heimweg über den riesigen Campground fast verlaufen hätten verzichteten wir auf das Abendessen und gingen gleich schlafen. Sehr früh am nächsten Morgen hatte sich das Wetter dann endgültig für Regen entschieden und wir konnten in unserem miserabel abgespannten Zelt den Regentropfen zusehen, wie sie sich zu kleinen Pfützen sammelten.
Kaum hatten wir die Mesa verlassen, hatten wir auch wieder gemütliche 35 °C und unsere nassen Sachen waren im Nu getrocknet. Am "Four Corners Point", dem einzigen Punkt der USA, an dem 4 Staaten aufeinander treffen und der zu 3/4 der Navajo-Nation und zu 1/4 dem Ute-Mountain Ute-Tribe gehört musste man pro Person 2$ Eintritt zahlen. Eine Goldgrube für diese beiden Indianervölker.
Zu bewundern gab es hitzige Diskussionen wer jetzt beim Gruppenphoto in welchem Staat stehen darf und alle möglichen superpeinlichen Posen um den Ort zu würdigen. Es wurde sogar extra eine Holzplattform für den Photographen errichtet, damit er den Ort etwas von oben ablichten kann. Daher sich die Brigitte nicht zu einer peinlichen Pose überreden ließ, habe ich ein anderes Mädchen abgelichtet.
Die Navajo's nennen sich selbst eigentlich Diné und wurden von den spanischen Eroberern "Apache de Navajo" (= Apachen der kultivierten Felder) genannt. Sie kamen um 1700 mit Haustieren und Pferden aus dem südlichen Kanada. Heute leben die meisten in dem Navajo Nation genannten Reservat, dass 65.000 Quadratkilometer groß (= etwas kleiner als Bayern), fast so etwas wie ein eigener Bundesstaat ist, mit eigenem Gericht, Polizei, Schulen und einem eigenen Parlament, dass wie schon immer aus gewählten Stammesvertretern besteht.
Viele sprechen nur ihre athabaskanische Sprache und nur ziemlich schlechtes oder gar kein Englisch. Sie leben hauptsächlich in mobile-homes und am Ende jeder Ortschaft steht das Schild "Don't drink and drive!". Man sieht auch noch einige bewohnte Hogans, die traditionellen Häuser der Navajos, die meist sechseckig aus Holz, Stein und Erde sowie neuerdings auch aus Beton gebaut werden. Insgesamt bleibt ein eher ärmlicher Eindruck, in den zwei etwas größeren Orten auf unserer Route Chinle und Ganado sah es aber deutlich besser aus.
Die Gottheit der Navajo's ist eine Spinne und im Canyon de Chelly hat sie bei einem Kampf ein Bein verloren, dieses ist dann zu Stein geworden und auf dem rechten Bild zu sehen.
Im Canyon de Chelly, in dem es Wasser und nicht so viel ausdörrende Sonneneinstrahlung gibt, ist Ackerbau möglich. Hier leben Navajo's noch wie früher vom Mais- und Pfirsichanbau, um sie dabei nicht zu stören ist es nur auf einem einzigen Weg erlaubt, in das Tal hinab zu wandern. Dieser erlaubt einen wunderschönen Ausblick auf den Canyon. Dadurch dass er direkt in den Stein geschlagen (und seit dem schon deutlich verwittert ist) bekommt man das Gefühl richtig in die Natur einzutauchen, da nichts künstliches wie z. B. ein Geländer den Eindruck stört. Auf dem Weg hinab begleitete uns leider ein Hund, der weder den Souvenirverkäufern im Tal, noch irgendwelchen Touristen gehörte. Dadurch, dass wir beim Abmarsch im Tal einen großen Bogen um ihn machten, konnten wir ihn jedoch abschütteln und er marschierte dann mit der uns folgenden Gruppe mit.
Obwohl man damit meiner Meinung nach schon etwas Geld machen könnte war der Campground trotz fließendem Wasser kostenlos. Die Green-River-Wassermelone hatten wir erst halb aufgegessen, aber aus irgendeinem Grund war sie nun völlig zusammengefallen und setzte unser gesamtes Klopapier unter Wasser. Beim Abspülen versenkte ich dann noch meine Gabel im ekeligen braunen Abflussloch, wo ich sie am nächsten Tag erst wieder herausfischen konnte. Angeekelt von dem braunen Zeug auf der Gabel wollte ich sie eigentlich wegwerfen (jedoch schweren Herzens - ein Familienerbstück), doch Brigitte hat sie extra für mich eine Viertelstunde gespült und poliert.
Außerhalb des Canyons scheint der Haupterwerb die Rinder- und Schafhaltung zu sein, von denen auch einige trotz Stacheldrahtgehege mitten auf der Straße stehen, die Straßen sind aber so gerade, dass man ein solches Hindernis schon mehrere Meilen vorher erkennen kann. Trotzdem liegen einige Tiere tot im Straßengraben. Auch hatte ich hier das Vergnügen 20 Meilen lang eine Polizeipickup hinter mir zu haben. So genau habe ich mich vermutlich noch nie an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten. Irgendwann hat er dann endlich überholt. Uff.
Daher wir bei unserer Route nicht durch das Monument Valley kamen, die Brigitte sich jedoch nicht an die letzte Marlboro-Werbung erinnern konnte, erzählte ich ihr dass es auf dem rechten Photo fast so aussieht wie im Monument Valley und sie allen Freunden dann erzählen kann, dass sie doch dort war. Scheinbar war ich dabei erfolgreich, denn auf dem Photo hat sie hinten als Kommentar "Monument Valley" drauf geschrieben. :-)
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Arizona

Die erste Umstellung nach verlassen der Navajo Nation war, die der Uhr, denn in Arizona gibt es im Gegensatz zu fast allen anderen Staaten keine daylight-saving time (= Sommerzeit).
Am Eingang zum Petrified Forest National Park wurden wir gefragt, ob wir irgendwelche Steine dabei haben. Ohne viel zu überlegen habe ich gleich mit "nein" geantwortet. Woraufhin wir am nächsten Parkplatz dann unseren Heringe-in-den-Boden-schlag-Stein unauffällig in die Gegend warfen. Eigentlich ging es den Rangern bei der Aktion eher darum, dass niemand einen Stein aus dem Park entwendet, aber wir wollten da lieber nichts riskieren, auch wenn der Yellowstone-Granit sicher vom roten Sandstein und den versteinerten Bäumen deutlich zu unterscheiden gewesen wäre.
Die im Norden des Parks zu bewundernde Painted Desert, konnten wir schon die letzten Stunden aus dem Autofenster bewundern, sie war also nichts so wahnsinnig aufregendes mehr für uns.
Das Einzige, was wir in diesem Park lernten ist, dass man die versteinerten Bäume (bzw. Stücke davon) nicht stehlen darf. Dass wurde einem an jeder Ecke durch eine Hinweistafel eingebläut. Wie genau es zu den verschiedenen Farben in den Versteinerungen kommt, suchten wir allerdings vergeblich. Von diesem Park waren wir sehr enttäuscht.
So lernten wir, dass die Strafe für ein etwa münzgroßes Stück 30.000$ beträgt, während man es außerhalb des Parks für nur 3$ kaufen kann. Etwas interessanter war dann schon, dass die SantaFe-Railroad früher eine Station in der Mitte des Parks besaß, an der die Leute ausstiegen um mit Versteinerungen in den Taschen bei der nächsten Station wieder aufzusteigen. Somit war die Zugfahrt wohl ein einträgliches Geschäft.
In Ermangelung noch lebendiger Bäume, waren die Picknicktische unter großen Schatten spendenden Metalldächern untergebracht. Dort nahmen wir dann auch unseren mittäglichen Obstsalat mit Sandwiches ein. Dabei leistete uns ein Rabe, der in der Nähe im vermutlich einzigen grünen Baum des Parks saß mit seinen "Dieter"-Rufen Gesellschaft.
Leider scheiterte unser erster (und einziger) Versuch einen Campground schon im Voraus per Telefon zu reservieren daran, dass im Grand Canyon bereits alle reservierbaren Plätze belegt waren. So hatten wir keine Zeit uns noch den Meteor-Krater in der Nähe anzusehen, sondern mussten möglichst schnell einen Campground finden. Dies gelang uns dann etwa 28 Meilen vor dem Grand Canyon im Ort Valle, der in der Landkarte nicht eingezeichnet war. Teilweise mussten wir auch feststellen, dass eingezeichnete Orte überhaupt nicht existierten, nicht einmal als verlassene Hütten.
Daher es in der Nacht zuvor hier ziemlich geregnet hatte, stand der Campground halb unter Wasser und wir durften beten, dass es die nächste Nacht trocken bleibt. Das tat es dann glücklicherweise auch.
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Grand Canyon

Aufgrund einer Höhe von über 2200 Metern und dem wolkigen Wetter hatte es ausnahmsweise mal unter 35 °C - richtig angenehm. Generell ist das Klima oben am Rim sehr angenehm und je tiefer man in den Canyon hinabsteigt, macht man alle Klimazonen bis zu absolutem Wüstenklima unten am Fluss durch.
Kurz vor dem Visitor Center in Canyon Village legten wir uns fast mit einem Maxi-Golfauto an, dass sich für einen Fußgänger hielt und für einen solchen ziemlich schnell über einen Zebrastreifen geschossen kam. Sehr zögerlich und sehr verwundert haben wir angehalten. Was der Golfautofahrer mit Kopfschütteln kommentierte. Man merke: Alles was auf einem Fußgängerweg fährt ist ein Fußgänger und hat am Zebrastreifen somit Vorfahrt.
Am nigelnagelneuen Visitor Center gab es eine riesige Karte mit allen Wanderwegen darauf und außer der ungefähren Dauer war auch die benötigte Anzahl an Wasserflaschen und Sandwiches aufgemalt.
Daher die Hermit Road nur von Park-eigenen Bussen befahren werden durfte suchten wir uns einen Parkplatz im Village. Solche Busse werden in mehreren Parks auf stark frequentierten Strecken mit wenigen Parkplätzen eingesetzt. Mit riesigen Fenstern versehen und fast komplett aus Plastik machen sie einen sehr klapperigen Eindruck, besonders wenn man im Anhänger mitfährt. Dafür erzählt einem der Fahrer auf der Fahrt noch wo man jetzt schnell hinschauen sollte, um einen Blick auf wilde Tiere oder den Canyon zu erhaschen.
Der Grand Canyon entstand übrigens nicht wie ein gewöhnliches Flussbett, sondern er floss schon immer diesen Weg und währenddessen erhob sich das Land. Der Colorado floss also immer gerade, während sich das Land anhob. Sonst wäre er nie quer durch das Hochplateau geflossen sondern außenrum.
Wir wanderten also vom Village aus am Rim (= Klippe) entlang und stiegen unterwegs mal in den Bus ein, fuhren ein paar Stationen um dann das letzte Stück wieder zu wandern. Auf den Trails (= Wanderwegen) trifft man nur sehr wenige Menschen und so war es schon ein ziemlicher Schock, als wir bei Hermits Rest aus dem Wald herauskamen und der ganze Platz mit Touristen überflutet war. Auf der Rückfahrt ins Village waren diese Massen dann alle mit uns im Bus. Juhu!
Kurz bevor wir los wanderten sahen wir übrigens noch die historische, von einer Dampflok gezogene Grand-Canyon-Eisenbahn und einen Hirsch, der von ihrem Pfeifen aufgescheucht quer durch das Village davon rannte. Mit "Village" ist auch hier (wie in allen National Parks) kein richtiger Ort gemeint, sondern eine Konzentration von Visitor Center + Campground + Lodges + Post + einigem mehr, jedoch ohne richtige Einwohner.
Wir nächtigten am Ende des National Parks in Desert View und verfolgten dort auch den Sonnenuntergang. Kurz bevor die Sonne endgültig verschwand, konnten wir außerdem an den anderen Aussichtspunkten ein wahres Blitzlichtgewitter beobachten.
Am Morgen quälten wir uns um 5:30 Uhr aus dem Zelt um den Sonnenaufgang zu sehen, glücklicherweise sahen die anderen Beobachter ähnlich verschlafen aus. Der Sonnenaufgang war echt phantastisch. Ein Japaner mit seinen Söhnen war ebenfalls zugegen und erlebte nicht besonders viel, da seine Photokamera runtergefallen war und er nun die Einzelteile einsammeln musste.
Als wir vom Sonnenaufgang zurück am Campground waren, ging es dort richtig zu und überall brutzelten die Eier mit Speck in der Pfanne. Jetzt war uns auch klar, wie es möglich ist, dass ein Campground bereits um 9:00 Uhr wieder voll ist. Zu unserer normalen Aufstehzeit von 7:30 bis 8:00 waren die Hälfte der anderen Camper bereits weg. Die meisten stehen wohl mit den ersten Sonnenstrahlen auf.
Picknickbänke scheinen zu den Grundrechten eines Amerikaners zu gehören, denn wir entdeckten ein Schild, auf dem Stand ungefähr: "Diese Picknick-Bänke sind hier für die Öffentlichkeit. Man darf hier, laut Gesetz, tun und lassen, was man möchte und der NPS (= National Park Service) nimmt keinen Einfluss darauf."
Fazit: Vom Grand Canyon sind wir nicht so begeistert. Das hat vermutlich zwei Gründe: Der eine ist, dass es zuvor geregnet hatte, die Luft daher nicht besonders klar war und die Farben des Canyons eigentlich kaum erkennbar waren. (Die Photos zeigen die Farben viel besser, als wir sie live erlebten!) Außerdem ist der Grand Canyon ja ziemlich bekannt und man hat schon häufig Bilder davon gesehen. Der Besuch brachte also nichts grundlegend Neues.
Womit wir beim anderen Grund wären, denn etwas Neues wäre es gewesen in den Canyon hinab zu wandern. In den anderen Parks konnte man immer eintauchen, anfassen, miterleben. Beim Grand Canyon jedoch entschieden wir uns aufgrund der Steilheit des Weges dafür nicht in den Canyon hineinzuwandern. Dadurch blieb nur der Blick von außen, wie wir ihn schon kannten.
Der Sonnenaufgang aber war richtig schön und endlich auch farbenprächtig. Das hob diesen Park dann doch noch deutlich in der "Wertung" und stellte auch etwas grundlegend Neues dar.
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Bryce Canyon

Wiedermals fuhren wir durch die Navajo Nation (Uhr umstellen!) und stellten fest, dass die Häuser hier deutlich schöner und alles ordentlicher war, als beim Canyon de Chelly. Daher der Reiseführer für die Route über die Navajo-Bridge plädierte, fuhren wir dort entlang und nicht über den Glen Canyon Dam. Die Navajo-Bridge, war für lange Zeit die einzige Möglichkeit den Grand Canyon in diesem Gebiet zu queren und erschloss den Handel mit den Navajos.
In dieser Gegend wurde der Mangel an Musik-CDs (unser Auto konnte keine Kassetten abspielen, wir hatten jedoch nur Kassetten dabei) eklatant, es gab zwar 4 Radiosender, doch alle sendeten nur klassische Musik. Folglich haben wir die Klassik voll aufgedreht und es schien uns als wäre die Melodie der Musik im Einklang mit den Kurven der Straße.
Die Flora schwankte unterwegs zwischen fast-Wüste und dichtem Nadelwald. In letzterem hielten wir an und sammelten Äste ein, um später Holz für ein Lagerfeuer zu haben. Etwas später verkaufte jemand an der Straße Feuerholz für 2$! Der Feuerholzpreis schien uns bis dahin monopolistisch konstant bei 5$ zu liegen und dann das! Wir überlegten schon, ob wir nicht die Ladefläche mit Holz für 2$ voll machen sollten um es dann für 4$ später wieder zu verkaufen.
Am Bryce Canyon angekommen legte sich die Brigitte erst einmal zum Mittagsschlaf hin, während ich schon mal den wunderschönen Anblick des Amphitheaters des Bryce Canyon genoss. Danach blieb sogar noch Zeit für eine längere Wanderung. Es hat also auch Vorzüge, wenn man so früh aufsteht.
Auch hier gibt es Busshuttles, die jedoch deutlich neueren Baujahres waren. Diese Shuttles waren ungemein praktisch, so konnten wir zum einen Ende des Amphitheaters fahren und von dort wieder zurück zum Campground wandern und musste uns nicht kümmern irgendwie wieder einen Weg zum Auto zurück zu finden. Laut National-Park-Zeitung (die hier "Hoodoo" heißt) war der gewählte Weg sehr schwer, doch das konnten wir nicht bestätigen.
Während der Fahrt mit dem Shuttle unterhielt ich mich etwas mit dem Fahrer, einem Studenten, der nur in den Semesterferien hier arbeitet. Seine Frau arbeitet in Las Vegas in einem Casino. Er fragte uns, ob dies hier unser "pre-honey-moon" wäre, also unsere letzte Reise, vor der Hochzeit. Ziemlich verwundert war ich, dass er mit 22 Jahren schon fest verheiratet war und er war seinerseits verwundert, dass die Menschen in Deutschland erst so spät heiraten. Als er vor einem Jahr heiratete war er eher einer der letzten erzählte er mir. Als meine Sprachkenntnisse dann noch diskutiert wurden merkte er an, dass ich mit 8 Jahren ja mehr Englisch-Unterricht gehabt hätte als er.
Abends waren Astronomen von einer Sternwarte zu Besuch im Park und wir durften mit ihren Fernrohren Sterne, Planeten und Satelliten beobachten. Die Geräte gingen dabei von absoluter Hightech (Eingabe des Namens des Gestirns und das Rohr wird automatisch ausgerichtet) bis zu einem Rohr bei dem man eine Leiter brauchte um ins Okular sehen zu können. Daher wir nicht die Einzigen waren, bildeten sich vor den verschiedenen Rohren lange Schlangen und man konnte einen schnellen Blick auf den Himmelskörper werfen, erfuhr aber außer seinem Namen nichts Näheres dazu. Also blieben wir nicht so lange und gingen bald schlafen.
Die Hoodoo genannten Sandsteinsäulen entstehen in zwei Phasen zuerst entstehen durch die Ausspülungen des Wassers Canyons, die durch dünne Wände getrennt sind. Dann dringt in die Ritzen der Canyon-Wände Wasser ein, dass sich beim gefrieren ausdehnt und dadurch Stücke absprengt. Daher diese Ritzen bei diesem Stein in fast regelmäßigen Abständen auftreten, entstehen lauter etwa gleich große einzelne Sandsteintürmchen - die Hoodoos. Das Wort Hoodoo ist afrikanischen Ursprungs und bedeutet "verzaubern" oder "Unglück bringen" (z.B. wenn ein Hoodoo umfällt?).
Am nächsten Tag wollten wir uns eigentlich den Rest des Parks ansehen, stellten jedoch nach den ersten beiden View Points fest, dass es auch nur Hoodoos zu sehen gab, jedoch nicht so viele wie im Amphitheater. Folglich sind wir dorthin zurück gefahren und ich unternahm eine weitere Wanderung während die Brigitte sich den schon ziemlich vernachlässigten Postkarten widmete.
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Zion Canyon

Oberhalb des Zion Canyon entdeckten wir die Berge auf dem linken Photo, die früher einmal Sanddünen gewesen sind, dann zu Sandstein komprimiert wurden und jetzt durch ablaufendes Wasser senkrechte und durch Wind waagerechte Linien bekamen. Eigentlich heißen sie Schachbrett-Berge, Elefantenhaut-Berge fanden wir aber viel passender.
Um in den Canyon hinab zu kommen mussten wir einen 1930 erbauten Tunnel durchfahren, der damals eine technische Meisterleistung war, heute jedoch für die RVs viel zu klein ist, so dass der Verkehr immer nur in eine Richtung fahren darf, so dass die RVs in der Mitte fahren können.
Nachdem wir unser Zelt aufgeschlagen hatten beschlossen wir in das Herz des Zion Canyons, die Narrows zu wandern. Laut der Fahrerin im Shuttlebus die optimale Beschäftigung für diesen heißen Nachmittag, denn man ist fast dauernd mit den Beinen im Wasser. Die absolut nötigen Holzstöcke lagen auf einem großen Haufen am Beginn der Narrows bereit, oder man konnte sich auch welche im Shop für 10$ kaufen. Welche Alternative haben wir da wohl gewählt? :-)
Der Virgin River North Fork fließt hier zwischen 50 -500 Meter hoch aufragenden Felswänden, die immer näher zusammenrücken. Schwer beeindruckend, erst recht, wenn ein Wasserfall von oben hinabstürzt. Sinnvollerweise haben wir unsere Badelatschen eingepackt, doch - Oh, Wunder! - die Amerikaner, die eigentlich gar keine anderen Schuhe als Badelatschen kennen tragen Turnschuhe. Daher man in der Strömung des Flusses immer aufpassen muss, dass einem der Latschen nicht davon schwimmt, hätten wir es ihnen vielleicht besser gleichgetan. Eine von Brigittes Latschen ging unterwegs kaputt und sie testete ihre Turnschuhe mit größter Begeisterung.
Nach zwei Stunden wollte die Brigitte umdrehen um noch rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit wieder draußen zu sein. Mein Forscherdrang zögerte diesen Zeitpunkt aber mit mehreren "nur noch eine Kurve"-Bitten noch eine Weile hinaus. Am Ende ging ich alleine nur noch um die Kurve kucken und da erzählte mir dann eine Frau, wir sollten unbedingt noch ein paar hundert Meter weitergehen, dort gäbe es einen Wasserfall und eine Kreuzung. Also sind die Brigitte und ich dann noch bis dort hin gegangen. Das linke Bild zeigt diesen Seitenarm, der bei der Kreuzung dazu floss. Damit war dann auch ich befriedigt und wir konnten wieder zurück waten.
Eigentlich wollten wir zu dem Seitenarmphoto behaupten, dass wir am Ende der Narrows waren, wo der Virgin River schon nur noch ein so schmaler Bach ist. Aber dafür bin ich viel zu ehrlich. :-)
Es ist ziemlich schwer sich vorzustellen, dass der eher Bach-ähnliche Virgin River diesen Canyon ausgespült haben soll, aber ein Bild von der Frühjahrsflut, die sogar Steine in der Größe von Kleinwagen mitriss, überzeugte uns von dieser Theorie.
Diese Gegend wurde von den Mormonen erforscht und so heißen die Berge eben Abraham, East Temple, Altar of Sacrifice (= Opfteraltar) oder Angels Landing. Scheinbar sind ihnen aber dann etwas die Namen ausgegangen, denn die Flüsse haben nicht alle eigene Namen, sondern heißen North Fork (nördliche Gabel) und East Fork. Die Krönung dürfte sein: Right Fork North Creek (= rechte Gabel des nördlichen Baches).
Außer den Narrows wäre es bestimmt auch sehr schön die vielen anderen Wanderwege zu erkunden, doch dazu sollte man auf den Frühling oder Herbst ausweichen. An einer leichteren Tour zum Lower Emerald Pool (= smaragdgrüner Teich) versuchten wir uns am nächsten Morgen. Als wir bereits beim Abstieg waren, kam dann die Sonne in den Canyon und es wurde wieder sehr heiß, zum Glück war es für uns dann nicht mehr weit zum Tal.
Unser nächstes Ziel war Las Vegas. Wenn wir zur Mittagszeit ein Fast-Food-Restaurant sahen, dass wir noch nicht getestet hatten und Zeit und Lust hatten, haben wir es besucht. So kehrten wir heute bei Kentucky Fried Chicken ein und auf der Speisekarte stand natürlich Hühnchen. Von allen Fast-Food-Restaurants schmecke es hier mit Abstand am besten, so leckeres Hühnchen wie dort habe ich noch nie in meinem Leben gegessen. Der Inhalt eines kleinen Plastikschälchens stellte sich nicht wie von mir vermutet als Dessert heraus, sondern als Kartoffelbrei. Daran hatte ich überhaupt nicht gedacht, denn bisher sahen wir nur Pommes Frites und Kartoffeln mit Schale und Sauerrahm. Beim Hinausgehen haben wir noch mal unsere Cola-Becher aufgefüllt und mit ins Auto genommen. Wir kamen uns vor wie richtige Amerikaner mit den Bechern mit Strohalm in den Cup-Holdern.
Kurz vor Las Vegas bekamen wir dann einen Schock, es sah aus, als würde es gleich regnen, dass musste hier ja ein Feiertag sein. Der "Regen" beschränkte sich dann aber auf ganze 6 Tropfen auf unserer Windschutzscheibe.
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Las Vegas

Als wir aus dem Wagen stiegen bestätigte sich, was schon ein Werbethermometer vorher angezeigt hatte, es hatte 42 °C. Von einem Mädchen aus der Jugendherberge in San Francisco hatte die Brigitte die Telefonnummer einer Jugendherberge erhalten, doch die Nummer war natürlich ungültig. Neben dem Hotel Circus Circus sollte laut Reiseführer ein Campground liegen, denn wir auch nicht ausfindig machen konnten. Den Zimmervermittlungsservice im Circus Circus gab es dann wenigstens. Doch um dort hinzugelangen, mussten wir durch die Parkhauseinfahrt und die Hotelhalle. Dort ging es zu, wie im Vorraum eines Kinos kurz vor dem Einlass und wie am Schalter eines ausgefallenen Flugzeuges nach Mallorca. In dem eigentlich edlen Hotel lagen überall Essensbrösel auf dem Teppich, Kinder liefen herum, oder saßen auf den Koffern oder am Boden. Es bildeten sich lange Schlangen vor den Rezeptionsschaltern. Oje. Die vom Vermittlungsservice angebotenen Zimmer waren dann sowieso jenseits unserer Vorstellungen (also über 50$), so dass wir uns ein Motel suchten.
Fündig wurden wir dann am nördlichen Ende des Strip, schräg gegenüber des Stratosphere Towers. Aufgrund der hohen Temperatur und des akzeptablen Preises fragten wir nur bei zwei Motels nach dem Preis. Das Motel unserer Wahl hatte einen Pool, eine Dusche, eine Klimaanlage und eine kleine Küche. Dass die Einrichtung nicht mehr ganz modern war und die Überdecke ein Loch hatte störte uns da nicht so sehr.
Wie auf dem linken Bild zu sehen gehörte auch eine Hochzeitskapelle zum Motel. Auf der anderen Seite des Platzes konnte man Schmuck in Bargeld eintauschen (z.B. den gerade erhaltenen Ehering?).
Nach Beendigung des modernen Dreikampfes (baden im Pool, duschen, auf dem Bett liegen und Klimaanlage wirken lassen) machten wir uns am Abend auf die Casinos zu erobern. Bei diesem Streifzug viel uns auf, dass Nevada alles erlaubt, was in den restlichen Staaten verboten ist: Glückspiel, Rauchen, Alkohol trinken auf offener Straße, Gratiszeitungen voller nackter Frauen (Offerten käuflicher Liebe) an jeder Straßenecke.
Die Casinos sind meistens so aufgebaut, dass sie außen und im Eingangsbereich ein bestimmtes Thema (z.B. Ägypten) haben, gefolgt von einem riesiger Bereich mit Spielautomaten, der weiter innen von kleineren Bereichen, in denen Roulette-, Blackjack- und Würfelspiele mit unterschiedlich hohen Einsätzen gespielt werden, durchsetzt ist. Den Ausgang findet man für gewöhnlich nicht so leicht und er führt sicher durch das gesamte Casino. Für die Kinder gibt es im Circus Circus z.B. einen eigenen Bereich, der Automaten wie Autorennen und Plüschtierfischen enthielt - Hauptsache, man kann Geld hineinstecken. Damit sich der Gast auch wohl fühlt laufen überall die Klimaanlagen, doch manche Casinos meinen es da etwas zu gut, so dass wir sie bald wieder verlassen musste, da es einfach zu kalt war.
Roulette: Nach langem rumüberlegen und nicht-trauen überredete mich die Brigitte am Roulettespiel teilzunehmen. Nachdem mein Reisepass begutachtet wurde, durfte ich Spielchips kaufen und setzte etwas auf rot, schwarz, gerade und ungerade, insgesamt immer 2$, dem Mindestbetrag an dem absoluten Billigtisch. Als ich meine 2$ dann mal auch über die Zahlen verteilte gab mir der Croupier meine Chips wieder zurück und versuchte mir irgendwas zu erklären. Beim nächsten Versuch sackte er die Chips für die Bank ein und erklärte es mir noch mal. Ah, man muss jeweils mindestens 2$ innen (Zahlen, Dutzend, ...) und außen (Farbe, gerade/ungerade, ...) setzen, nicht 2$ insgesamt auf dem gesamten Tisch. Na gut, nun setzte ich richtig und bekam auf ein Carré (4 Zahlen im Quadrat) sogar den 8fachen Einsatz als Gewinn, was der Croupier ungefähr mit "Wer gescheit spielt, bekommt auch einen gescheiten Gewinn." kommentierte.
Wir spielten uns von 10$ Startkapital hoch bis auf 18$. Als Ziel zum Aussteigen überlegt ich mir 20$, folglich verloren wir bis nur noch 12$ übrig waren. Die Brigitte wollte noch bis 10$ runter, doch ich war eher dafür mit einem kleinen Gewinn nach Hause zu gehen. Als wir die farbigen Spielchips (jeder Spieler am Tisch hat eine Farbe) in Barchips umtauschten gab es einen 10er und zwei 1er, na dann behalten wir eben jeder einen 1$-Chip als Andenken. Hätten wir nicht den Andenken-Deal gemacht, wäre uns (abzüglich der Automatenverluste) ein Gewinn von 25 Cent geblieben. Mit uns am Tisch saß auch ein junger Mann etwa um die 25 Jahre, der in 6 Spielen etwa 100$ verspielte. Manche hatten offenbar aber auch mehr Glück, denn ab und zu sahen wir Leute in teuren Mietwagen jubelnd auf dem Dach sitzend den Strip auf und ab fahren.
Um die Gruppe der Gewinner jedoch klein zu halten, gibt es hier neben der gewöhnlichen 0 (Beträge auf einzelne Zahlen bleiben erhalten) auch 00 (alles außer auf 00 gesetztes geht verloren). Außerdem haben machen Räder auch mehrere 0er. Damit es kein Komplott gibt, werden die Croupiers von einem Chef überwacht und etwa alle 10 Spiele ausgetauscht.
In den Automatenreihen findet man häufig ältere Damen mit einem etwa einen Dreiviertelliter fassenden Plastikbecher, voller Quarter (= 25-Cent-Münzen) die einer nach dem anderen in die Maschine wandern. Eine solche Dame hatten wir am Anfang unseres Bummels gesehen und als wir einige Stunden später nochmals vorbeikamen, saß sie noch immer dort. Angeblich verbringen nicht wenige von ihnen eine ganze Woche hier. Wir verloren an den Automaten 1.75$ und daher die Austin-Powers-Automaten alle voll belegt waren, entstand keine Suchtgefahr.
Viele der Automaten konnten für unseren flüchtigen Blick ziemlich komplizierte Spiele, also nicht nur schlichte einarmige Banditen.
Etwa um 4 Uhr fielen wir mit schmerzenden Beinen ins Bett, die meisten Casinos hatten um diese Zeit bereits geschlossen und die Putzkolonnen hatten Hochbetrieb, was sie vermutlich aber nicht sonderlich störte, denn auch die Straßen- und Baustellenarbeiter arbeiteten um diese Uhrzeit.
Die sonst etwas photographierscheue Brigitte machte in Las Vegas fast alle Photos und freute sich richtig daran, leider sind 10 Bilder davon nichts geworden. Die Hitze hat unserem Apparat wohl nicht besonders gut getan. Wirklich sehr schade.
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Leben in der Wüste

Als wir um 10 Uhr aufstanden, wollten wir eigentlich im Pancake-House gegenüber frühstücken, doch es war gnadenlos überfüllt. Auf dem Weg zum Hoover Dam frischten wir in einem "Albertson - we circle your savings!" mal wieder unsere Vorräte auf. Ein kurzer Check ergab unter anderem, dass in der Milch nur noch ein Schluck drin war, also kauften wir eine Neue. Nun musste die alte Milch ausgetrunken werden und es stellte sich heraus, dass der "Schluck" ungefähr ein Dreiviertelliter war und wir hatten ganzschön zu kämpfen. Schon tückisch diese 1-Gallonen-Kanister, aber auch praktisch, da kauft man einen und hat dann erst mal eine Weile einen Vorrat davon. Falls man im Supermarkt plötzlich Lust bekommen sollte, einen Spielautomaten zu bedienen, kein Problem. In einer Ecke stehen ein paar Automaten mit ein paar älteren Damen davor.
Der Hoover Dam wurde gebaut um der trockenen Gegend Wasser und Strom zu liefern. Seit er 1936 fertiggestellt wurde, halten ihn die Amerikaner scheinbar für eines der sieben Weltwunder. Jedenfalls ist der Dam mit Lobestafeln an alle Beteiligten übersät, von den Architekten fast bis zum letzten Lastwagenfahrer.
Weil die Brigitte schon seit einiger Zeit keine Sandwiches mehr essen wollte, versorgten wir uns im Supermarkt mit Bagels. Diese gebackenen, in etwa Teller großen Brotringe gibt es in unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen von Schoko bis Zwiebel, die eigentlich alle lecker schmecken.
Das Death Valley macht seinem Namen alle Ehre, denn es ist heiß, sehr heiß. Als wir am Zabriskie Point zum Photo-Termin ausstiegen, war die Sonne schon fast untergegangen, doch es blies ein Wind, der ungefähr so war, wie wenn man von einem riesigen Haarfön direkt angeblasen wird. Außerdem ist die Luft so trocken, dass man sofort etwas trinken muss. Der große Campground in Furnace Creek war bis auf ein paar andere Spinner völlig verlasen, nicht mal ein Ranger war zu sehen. Mitten in der Wüste gibt es hier einen kleinen See, der ein paar vertrocknete Büsche wachsen lässt, die den Wind etwas abbremsen. An den Wasserhähnen des Klohäuschens gab es nur warmes Wasser, auch eine komische Erfahrung.
Unser Versuch bei der Hitze zu schlafen, misslang leider. Wir lagen fast nackt im Zelt, schwitzen im Halbschlaf vor uns hin und tranken Wasser. Die durchschnittliche Tagestemperatur beträgt hier im August 45 °C, in der Nacht sinkt sie angeblich auf durchschnittlich 29 °C ab. Wir hatten zwar kein Thermometer dabei, aber in dieser Nacht war es deutlich wärmer. Bei Sonnenaufgang freuten wir uns, endlich aufstehen zu dürfen und fuhren nach einem kurzen Frühstück zum Visitor Center, das so früh noch geschlossen hatte. Aber es gab draußen einen Wasserspender mit gekühltem Wasser!
Auch in diesem Park gibt es jede Menge interessanter Dinge zu besichtigen, allerdings ist das bei den extremen Temperaturen schlicht unmöglich. Wir beschränkten uns dann auch auf einen kurzen Blick auf Sanddünen und einen Historical Marker, der uns informierte, dass eine Pioniergruppe hier ihre Rinder gegessen hatte.
Die Hochsaison ist im Winter, wenn es überall sonst kalt wird, hat es hier noch um die 18 °C. Da kann man dann auch die verlassenen Borax-Minen ansehen oder Wanderungen z.B. zum tiefsten Punkt der USA mit 86 Metern unter dem Meeresspiegel unternehmen. Angeblich ist hier dann ein Mekka für Rentner. Wir jedenfalls sahen zu endlich auf die hohen Berge außenrum zu kommen um uns Abkühlung zu verschaffen. Oben am Gipfel angekommen schliefen wir noch mal 1 Stunde im Auto.
Ein Arm des Joshua Baum zeigte den Mormonen angeblich den Weg ins heilige Land Utah. Es bedarf aber wohl noch etwas göttlicher Eingebung um den richtigen Arm auszuwählen (rechtes Bild).
Obwohl wir das Death Valley schon verlassen hatten ging es durch ähnlich ödes Land weiter, die Berge der High Sierra fangen wohl jeglichen Regen ab. Mitten in dieser trockenen Steppe sahen wir plötzlich am Straßenrand eine grüne Oase. Ein Rastplatz am Highway mit schattenspendenden Bäumen und Rasen, der jedoch abrupt aufhörte, wo nicht mehr bewässert wurde. Der optimale Platz zum Mittagessen und um noch ein Nickerchen zu halten, zumindest, bis der Gärtner mit seinem Wasserschlauch kam.
Über eine völlig verlassene Straße ohne Hinweisschilder querten wir dann die High Sierra. Unterwegs wurde sogar der Asphalt erneuert und der obligatorische Slow-Schild-Halter kam extra für uns aus seinem Wagen geklettert, nahm sein Schild und hielt es uns hin. Diese Slow-Schild-Halter gibt es an allen Straßenbaustellen und sie regeln den Verkehr, so dass immer nur in eine Richtung gefahren werden kann (so wie die Funkampeln in Deutschland). Slow bedeutet "grün" und das auf der anderen Seite des Schildes aufgemalte "Stop" ist wohl klar. Teilweise kommt dann noch ein gelbes Flow-Me-Auto und fährt vor dem ersten Auto her um ihm den Weg durch die Baustelle zu lotsen. Kein Wunder, dass es in den USA keine so hohe Arbeitslosigkeit gibt.
Die Landschaft wurde immer grüner, je höher wir kamen und schließlich durchfuhren wir dann einen Nadelwald. In einem nicht auf der Karte eingezeichneten Ort, fragte ich dann einen Mann, ob wir überhaupt auf der von uns angepeilten Straße waren, was er mir bestätigen konnte, allerdings hatten wir nicht wie vermutet schon die Hälfte hinter uns, sondern eher ein Achtel. Auf den Serpentinen wurde mir schlecht, also bat ich die Brigitte, ob nicht ich vielleicht fahren könnte (ich kann die wildesten Schaukeleinen ab, solange ich die Kontrolle habe), worauf die Brigitte dann grün im Gesicht wurde.
Richtungsschilder gab es hier auch keine, also folgten wir dem Rat des Mannes und blieben immer auf der breiteren Straße. Durch die Anstrengungen der Bergfahrt, wir waren auf über 3200 Metern über dem Meeresspiegel, verlangte auch unser Ranger mal nach etwas zu trinken, es kam und kam aber keine Tankstelle. Schließlich erreichten wir den seit langer Zeit ersten in der Karte eingezeichneten Ort, doch der "Ort" bestand nur aus einem einzigen Bauernhof. Dort konnte man uns dann wenigsten den Weg zur nächsten Tankstelle in Ponderosa schildern. Mit unseren Nerven schon fast am Ende tankten wir zum absoluten Wucherpreis von 2.49$ pro Gallone (normal sind etwa 1.59$) unseren gesamten Tank wieder voll. Deutlich beruhigter ging es dann weiter und recht bald erreichten wir dann sogar das Flachland mit geraden Straßen!
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Sequoia und Yosemite

Am Abend erreichten wir dann den Sequoia National Park und quartierten uns gleich im ersten Campground ein. Hier musste man wegen der Bären nicht nur alles Essbare immer sofort nach dem Gebrauch wieder wegpacken und sein Geschirr sofort spülen, sondern alles in massive Stahlboxen einschließen. Unsere Campsite hier war ausnahmsweise leider mit dem Müll unserer Vorgänger übersäht (Einmalbesteck, Kronkorken, ...).
Der Park wurde früher sehr touristisch erschlossen und jeglicher unnatürlicher Unsinn wurde getrieben, so z.B. ein umgefallener Baum oben mit zwei Rillen versehen, damit man mit dem Auto darauf fahren kann. Auch wurden damals alle Gebäude direkt in die Groves (= kleine Wäldchen aus Sequoias im normalen Nadelwald) gebaut und somit verschandelt und zugeteert. Man hat den Fehler inzwischen glücklicherweise erkannt und ist mit dem Rückbau beschäftigt. Die Sequoia schmeißen ihre Samen (wie die verwandten Redwoods) nur nach einem Feuer ab, also werden sie unten mit Feuerwerfern bearbeitet um sie zur Verbreitung zu animieren.
In diesem Park war man ganz besonders auf das Weltgrößte aus, und so wurde uns am General Sherman erklärt, dass er "earth's largest living thing" ist, auch wenn es irgendwo noch eine zusammenhängende Pilzkolonie und Korallenbänke gibt, die größer sind. Von einer Rangerin, die diese Gigantomanie mit voller Begeisterung rüberbrachte erfuhren wir des weiteren, dass er 31 Meter Umfang bei einem Durchmesser von 12 Metern hat und das der unterste Ast immer noch einen Durchmesser von 2.5 Metern hat. Des weiteren ist dieser Park der zweitälteste Nationalpark und beinhaltet den höchsten Berg der USA, abgesehen von Alaska, den Mount Whitney mit 4418 m.
Nachdem wir endlich wieder gut und lange geschlafen hatten, besuchten wir die Groves und wanderten etwas herum. Richtige Wälder aus Sequoias, wie sie es im Redwood-Park gab, waren hier nicht vorhanden, sondern immer nur ein paar vereinzelte Bäume. Das Gigantomaniestreben und die vielen Besucher im Park sorgten dafür, dass wir von ihm nicht so begeistert waren. Außerdem gab es keine vernünftigen Rundwanderwege, bei denen man am Ende wieder am Auto ankommt und nicht die gleiche Strecke oder an der Straße wieder zurücklaufen muss.
Inzwischen schon halbe Amerikanerin ist die Brigitte dann durch den Tunnel Log gefahren und ich musste das Beweisphoto machen. Wie soll ich den jetzt über die Amerikaner lästern?
Beim Verlassen des Parks hatten wir noch mal das Vergnügen mit "wunderbaren" Schlängelstraßen, denn die Hauptstraße war wegen Feuerlöscharbeiten gesperrt. Wohl durch die vielen Feuer in dieser Gegend haben die Feuerwehrleute einen hohen Stellenwert und man sieht gelegentlich Pappschilder auf denen "Thank you Firefighters!" steht.
Durch den Umweg erreichten wir den Yosemite Park an dem Tag nicht mehr und mussten am sehr schönen und fast leeren Campground am Millerton Lake übernachten. Bei der Fahrt dort hin fuhren wir zuerst eine Interstate-Abfahrt zu früh runter. Nach 2 Meilen endete die bis dorthin breite Straße nach einer Kurve plötzlich, zum Glück war die Kurve relativ scharf und unsere Geschwindigkeit dadurch gering. Die Fahrt ab der richtigen Abfahrt ist der Brigitte als "schnell, enge Straße, dunkel" in Erinnerung. Ich konnte jedoch aus den Rücklichtern des (leider sehr schnell) vor uns fahrenden Wagens sehr gut erkennen, wo die Straße lang ging.
Gleich am südlichen Eingang des Yosemite liegt der "Ort" Wawona, der hauptsächlich aus einem Hotel aus den Anfangszeiten des Parks und einer Tankstelle besteht. Auf der anderen Seite einer alten Brücke entdeckten wir ein kleines Dorf, das aus alten Gebäuden, die hierher verlegt wurden, bestand. Eine Art Freilichtmuseum der frühen Parkgeschichte. Ein alter Park-Volunteer fragte uns, nach (zufälligem?) umherschlendern in unserer Nähe, ob wir Deutsche sind. Nach unserem "yes" begann er unverzüglich eine sehr interessante Führung durch die Gebäude, die er mit zahlreichen deutschen Worten spickte. Denn er sprach gerne Deutsch, da seine Frau - er hatte sie während des zweiten Weltkrieges in Deutschland kennengelernt - Deutsche war. Nach und nach gesellten sich auch ein paar Amerikaner zu der Führung und fragten sogar, ob sie daran teilnehmen dürften. Teilweise dürften sie aber bei Sätzen wie: "His Frau, wollte eine Kitchen." eher Bahnhof verstanden haben. Wir wollten uns nach der Führung noch ganz herzlich (auf deutsch) bedanken, doch leider war der alte Mann in ein Gespräch mit einem Amerikaner vertieft, dass tat uns sehr leid.
Das Valley selbst ist ein großer Naherholungsbereich für die Kalifornier, die der sommerlichen Hitze entfliehen und hier etwas Radfahren, Reiten oder Wandern möchten. Für uns war natürlich der El Capitain, die größte Bigwall der Welt interessant, die ich jedoch erst im Dunkeln erreichte. Davor versuchten wir uns noch an ein paar Boulderfelsen, mussten jedoch feststellen, dass wir schon an diesen zum Scheitern verurteilt waren. Sehr schön ist es hier sicherlich zum Wandern.
Am nächsten Morgen merkten wir dann, dass der sehr schöne mitten im Wald gelegene Campground doch auf über 2000 Metern lag. Das Leitungswasser war so kalt, dass ich Probleme hatte es zum Mundausspülen nach dem Zähne putzen zu verwenden.
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San Francisco Bay Area

Die Rückfahrt nach San Francisco führte uns durch endlose Obstbaum-Plantagen und wir erreichten zur Mittagszeit bereits die Bay Area. Sehr erstaunt von diesem schnellen Vorankommen schmiedeten wir schon Pläne für den morgigen letzten Tag. Zum auserkorenen Campground in den Bergen südwestlich des Silicon Valley hätte man vom Parkplatz noch 3 Meilen marschieren müssen, also fragten wir nach anderen nahen Campgrounds, worauf die Rangerin kurz rumfunkte, der Ranger des anderen Campground möge sie am Münztelefon mal anrufen. Dort reservierte sie dann für uns eine Site und erklärte uns den Weg. Die Straße war teilweise nur 1 Auto breit, steil, sehr kurvig und uneben. Ich sah dies als eine Herausforderung an meine europäischen Fahrkünste an (schließlich hieß sie auch Alpine Road) und rauschte mit größter Freude hinab. Ich liebe unebene Straßen, in denen man durchgeschüttelt wird! Im Tal erläuterte mir die Brigitte dann, dass sie diese Liebe nicht unbedingt teilt. Daher die Rangerin aber gesagt hatte wir sollten uns beeilen, hatte ich auch ein gutes Argument. Die Bremsen teilten durch heftiges stinken ebenfalls mit, dass sie diese Liebe nicht teilen.
Die Campsite lag dann mitten im Redwood Sekundärwald, der hier wächst. So nahe an San Francisco hätte ich das nicht erwartet, aber hier hört die Stadt wirklich sehr abrupt auf und die Wildnis beginnt. Der Abend war dann von Koffer-Pack-Vorbereitungen und dem Besuch der schlechten (weil vom Blatt abgelesenen) Erläuterungen zum Thema Schlangen im Amphitheater bestimmt.
Bevor wir am Morgen den Campground verließen schoss eine vorbeilaufende Asiatin dann auch das absolute Amerikaner-Photo von uns: Wir beide und unser treuer Ranger. Dazu Flo mit Badelatschen. Als Ausrede muss ich aber noch dazusagen, dass ich die Badelatschen nur deshalb anhatte, da ich gerade aus der Dusche kam, aber das glaubt mir wahrscheinlich sowieso niemand mehr. :-)
Der Plan für heute lautete: Campground am Pazifik suchen, Mall besuchen, Stanford University besichtigen und durch das Silicon Valley fahren, wenn Zeit bleibt.
Die Straße zum Pazifik stellte sich dann als sehr kurvig und dadurch zeitraubend und die Campgrounds als voll und der Rückweg als stop-and-go-Route heraus, so dass wir erst kurz nach Mittag Stanford erreichten. In einer kostenlosen Führung erzählte uns ein Student (der den gesamten Weg rückwärts ging!) verschiedene Stories über die Gebäude und das Studieren. Ein Semester kostet inklusive wohnen, essen, ... etwa 16.000$. Die Köche gehen auch schon mal auf die Wünsche der höheren Semester ein. Die Footballmannschaft darf nicht mehr mit United fliegen, da sie ausprobierte, was passiert, wenn alle Passagiere auf eine Seite des Flugzeuges gehen. 300 Tage Sonnenschein im Jahr. Die University of Berkely ist der große Feind. Das Computer-Science-Building wurde von Bill Gates gebaut und trägt seinen Namen über allen Türen, um einen Professor zu ärgern, der ihm die Diplomarbeit verweigerte und der hier arbeitet. In der Kirche ist für Hochzeiten 3 Jahre Wartezeit. Das brandneue Elektrotechnik-Building zahlte HP. ...
Von einem Telefon in Stanford aus reservierten wir uns dann einen Platz in einer Jugendherberge und ließen uns den Weg beschreiben. Wie sich herausstellte, sind wir auf dem Weg zum gestrigen Campground bereits an der Jugendherberge vorbeigefahren und sie liegt nur 10 Meilen vom Campground entfernt, während wir 58 Meilen außenrum zu diesem Ziel gefahren sind. Nach der Reservierung ging es dann in die Stanford Shopping Mall, die zwar nicht groß aber dafür sehr hübsch war.
Am Abend teilte mir die Brigitte mit, alle meine Wünsche wären erfüllt worden und kein einziger von ihr, obwohl sie vorgeschlagen hatte eine University zu besuchen (ich sagte dazu dann: "Warum dann nicht Stanford?") und eine (allerdings sehr kleine) Mall haben wir auch betreten. Dafür sind wir nicht wie ich wollte durch das Silicon Valley gefahren. Alles klar oder?
Die kleine Jugendherberge lag mitten im Sanborn Skyline Park umrahmt von Redwoods und besaß ein großes, zwei Geschosse hohes Wohnzimmer mit Kamin. Sie war eher soetwas wie eine WG mit wechselnden Bewohnern, als eine richtige Jugendherberge wie in Deutschland. In der Nacht packten wir auf dem Parkplatz vor dem Haus im Schein der Petroleumlampe unsere Koffer. Alles was wir nicht brauchen konnten, wie 960 Streichhölzer, eine Kühlbox und unser restliches Essen, schenkten wir der Herberge, woraufhin uns der etwa 25jährige "Herbergsvater" den Gemeinschaftsdienst erließ.
Am nächsten Tag gab der Herbergsverein ein großes Barbeque und so buken sie an jenem Abend 10 Reinen Kirschkuchen, den wir schon mal kosten durften. Die Chefköchin zählte plötzlich auf Deutsch die Löffel mit Zucker, während ich in letzter Zeit schon auf Englisch dachte und die Zuckerlöffel vielleicht sogar auf Englisch abzählen würde. Gerne hätten wir an dem Barbeque teilgenommen und diese richtig amerikanische Sitte genossen.
Viele der hier wohnenden Personen lebten übrigens richtiggehend hier, da sie sich in der Stadt von ihrem Gehalt keine Wohnung leisten konnten. Das einzige Manko war die Bettgehzeit von 10 Uhr und dass meine Zimmergenossen (= alle männlichen Gäste) ziemlich schnarchten.
Um sechs Uhr Morgens fuhren wir nach einem kurzen Frühstück zum Flughafen, bewunderten die scharf abgetrennte pazifische Nebelwand, gaben Ranger nach 4945 Meilen (= 7958 km) wieder ab, fuhren mit dem Shuttlebus zum Terminal, gaben das Gepäck auf (meine Petroleumlaterne stank entsetzlich, wurde aber nur nach Drogen durchsucht), setzen uns in unsere Flieger, flogen, stiegen um, flogen, flogen, landeten in München, empfingen unsere Eltern, fuhren heim, fertig.
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Fazit

Am liebsten wäre ich für immer in den USA geblieben und rumgereist. Dieser Urlaub war der schönste Urlaub den ich je erlebt habe und ich werde ganz sicher wieder in die USA fahren und alles noch unentdeckte für mich erkunden.
Nach dem ich jetzt einen Großteil der letzten 3 Wochen an diesem "Photoalbum" gearbeitet habe, denke ich die meisten interessanten Geschichten erzählt zu haben, auch wenn mir beim Korrekturlesen bereits wieder weitere nicht weniger interessante Erlebnisse eingefallen sind. Irgendwo soll ja auch noch ein Anreiz bleiben persönlich mit mir zu sprechen. (Ich erzähle doch so gerne von diesem Urlaub!)
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Finanzen und die genaue Route

Es sind alle Ausgaben aufgelistet, seit dem Zeitpunkt, als ich in den USA ankam. Daher die Brigitte ja bereits vorher dort war aber nicht nur die Rundreise gemacht hat, sind ihre Ausgaben etwas differenziert zu betrachten.
Alle Angaben sind in US-Dollar, der Umrechnungskurs betrug damals etwa 1$ = 1,18 Euro.
Bei den Straßenangaben bedeutet I=Interstate, U=U.S. Highway und S=State oder Provincial Highway.

StaatTagRouteMeilenAusgaben in $
1 San Francisco: Flughafen -> Jugendherberge -> Stadtbesichtigung - 4.20 Busfahrten
5.20 Essen
36.00 Jugendherberge
2 Jugendherberge -> Flughafen -> I-380 -> I-280 north -> S-1 -> Olema Ranch Campground ca. 42 6.40 Busfahrten
72.00 Campingzeug
59.30 Essen
20.00 Camping
3 S-1 -> Fort Ross -> Fort Bragg ca. 133 16.00 Camping
7.12 Essen
4 S-1 -> U-101 north -> S-254 -> Marinda (Redwoods!) -> U-101 -> Eureka -> Redwood NP -> Indianer Campground an der Autobahn (nahe Klamath) ca. 197 11.38 Essen
28.23 Tanken
8.00 Camping
5 U-101 -> U-199 -> Redwood NP -> U-199 -> Oregon -> S-238 -> Grants Pass -> I-5 south -> Central Point -> S-234 -> S-62 -> Crater Lake NP -> Mazama Village Campground ca. 202 11.50 Tanken
15.00 Camping
5.53 Essen
50.00 National Parks Pass
1.00 Wäsche waschen
6 an der Westseite des Sees entlang -> S-138 -> U-97 -> Lava River Cave -> Bend -> U-20 east (interessanter über U-26?) -> Burns -> U-395 north -> Idlewild (Malheur NF) ca. 250 8.00 Lava River Cave (für Gaslampe)
16.25 Tanken
7.00 Camping
7 U-395 south -> U-20 east -> I-84 east -> Idaho -> Abfahrt 141 -> U-26 -> Shoshone -> S-75 north (tja, da sind wir einen Umweg gefahren) -> U-20 east -> Craters of the Moon NM ca. 371 20.94 Essen
4.73 Mittagessen bei Wendy's
31.05 2x Tanken
0.00 Camping (kein Wasser!)
8 Rundfahrt durch Craters of the Moon -> U-20 east -> S-33 -> U-20 east -> Montana -> West Yellowstone -> Wyoming -> Yellowstone NP -> Madison -> Firehole River -> Madison ca. 206 7.00 Tanken
2.35 Essen
15.50 Camping
9 Madison -> Norris Geysir Basin -> Indian Creek Campground ca. 30 10.00 Camping
10 Mammoth Hot Springs -> Tower Fall -> Canyon Village -> Norris -> Mammoth Hot Springs -> Montana -> Gardiner 95.9 5.50 Essen
22.36 Camping
11 Mammoth Hot Springs -> Norris -> Canyon Village -> Hayden Valley -> Mud Vulcano -> Canyon Village -> Norris 80.7 0.75 Wäsche waschen
20.30 Tanken
11.74 Essen
12.00 Camping
12 Madison -> Midway Geysir Basin -> Old Faithful -> Lewis Lake 62.7 10.00 Camping
13 U-89 south -> Great Teton NP -> Jackson -> Bear Lake SP 211 3.68 neue Gasflasche
16.40 Tanken
3.18 Postkarten
24.60 Essen
8.00 Camping
14 U-89 south -> Logan -> Brigham City -> I-15 -> Salt Lake City -> I-15 south -> Timpanogos Cave NM -> I-15 north -> Mountain Shadows RV Park (Draper) 201.2 9.67 Tanken
4.25 Essen
17.50 Camping
15 I-15 -> Timpanogos Cave NM -> I-15 south -> Spanish Fork -> U-6 east -> I-70 east -> Green River SP 191 8.05 Tanken
12.00 Timpanogos Cave NM
4.00 Wassermelone
12.00 Camping
16 I-70 east -> Abfahrt 180 -> U-191 south -> Arches NP -> U-191 south -> S-211 -> Newspaper Rock 157.4 26.16 Essen
19.60 Tanken
0.00 Camping (kein Leitungswasser)
17 S-211 east -> U-191 south -> Monticello -> U-666 east -> Colorado -> U-666 -> Cortes -> U-160 east -> Mesa Verde NP 156 8.42 Tanken
4.00 Tour durchs Balcony House
20.00 Camping


18 U-160 west -> 4 Corners Point (Utah, Colorado, New Mexico, Arizona) -> Arizona -> U-160 west -> U-191 south -> Canyon de Chelly NM 188 12.32 Essen
6.07 Tanken
4.00 Eintritt 4 Corners Point
0.00 Camping
19 U-191 south -> Hubell Trading Post -> U-191 south -> I-40 west -> Petrified Forest NP -> U-180 west -> I-40 west -> Flagstaff -> U-180 west -> Valle (Flintstone Campground) 296 25.21 Tanken
9.31 Essen
12.70 Camping
20 U-180 north -> Grand Canyon NP -> Hermits Rest -> S-64 -> Desert View 58.5 10.00 Camping
21 S-64 east -> U-89 north -> ALT U-89 north -> Navajo Bridge -> ALT U-89 north -> Kanab -> U-89 north -> S-12 east -> Bryce Canyon NP (North Campground) 264.6 10.00 Tanken
2.27 Essen
10.00 Camping
22 Rundfahrt im Bryce Canyon NP -> S-12 west -> U-89 south -> S-9 west -> Zion Canyon NP (South Campground) 109 15.01 Tanken
8.40 Briefmarken
1.46 Essen
14.00 Camping
23 S-9 west -> I-15 south -> Nevada -> I-15 south -> Las Vegas ca. 165 8.77 Mittagessen (KFC)
4.45 Tanken
31.61 Motel
1.54 Souvenirs
2.66 Hotdog im Casino
+0.25 Gewinn
24 Fremont Street east -> S-582 east -> U-93 south -> Hoover Dam -> U-93 north -> I-515 north -> I-215 west -> I-15 south -> Abfahrt 33 -> S-160 west -> Pahrump -> S-372 -> California -> S-178 -> Shoshone -> S-127 north (ja da haben wir mal wieder einen Umweg gemacht) -> S-190 west -> Death Valley NP (Furnance Creek) ca. 216 8.45 Tanken
0.36 Postkarten
3.69 Film
7.50 Aspirin für Brigittes Mama
34.60 Essen
13.93 neue Tasche für Brigitte
10.00 Camping
25 S-190 west -> 395 south -> J41 west -> S-190 west -> Porterville -> S-65 north -> S-198 north -> Sequoia NP (Potwisha Campground) 322.2 47.22 Tanken
14.00 Camping
26 Generals Highway north -> S-180 west -> Nebenstraße zu S-180 ohne Nummer west -> S-180 west -> S-41 north -> Millerton Lake SRA 43.1 8.22 Tanken
1.28 Essen
12.00 Camping
27 S-41 north -> Yosemite Valley -> Bridalveil Creek Campground 125.6 0.70 Postkarte
12.00 Camping
28 S-120 west -> Manteca -> I-205 south -> I-580 west -> I-680 south -> I-280 west -> Saratoga Avenue -> S-9 south -> S-35 south -> S-35 north -> Alpine Road south -> Portola Redwood SP 247.4 19.94 Tanken
5.95 Mittagessen bei Carl's Junior
5.50 Pflaumen + Äpfel
14.03 Schuhe für Brigitte
12.00 Camping
29 Alpine Road south -> S-84 south -> S-1 north -> Half Moon Bay -> S-92 east -> I-280 east -> Sand Hill Road east -> Foothill Expressway east -> Mount Eden Road south -> S-9 south -> Sanborn Road -> Sanborn Skyline CP 104.5 3.60 Tanken
12.63 Souvenirs
20.00 Jugendherberge
30 Sanborn Road -> S-9 north -> Saratoga-Sunnyvale Road north -> I-280 west -> I-380 east -> Flughafen 44.8 1.75 Hot Choclat
gesamt   San Francisco - San Francisco 4945 335.24 Tanken + Bus
258.24 Essen
377.67 Schlafen
221.14 Sonstiges
767.11 Mietwagen

gesamt: 1959.40$
noch gesamter: Inklusive Flug (781,77 Euro), aller Bankgebühren (Visa, Geldabheben, ...) und allem Anderen kostete mich (also pro Person) der gesamte Urlaub etwa 2060 Euro.



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